Lieblingskollege auf vier Pfoten – Gedanken zum Bürohund

dotty_blogbeitragVon Lisa F., shelta-Team (8)

Ein leises Schnarchen, die Pfoten zucken, Dotty träumt. Auf meinem Schoß. Während ich am Computer arbeite, telefoniere, E-Mails beantworte, Texte verfasse. Dotty findet das super. Ich fühle mich etwas eingeschränkt in meiner Bewegungsfreiheit und überlege zweimal, ob ich jetzt wirklich aufstehen und zum Kopierer gehen muss. Aber ich habe warme Beine, auch nicht zu verachten, vielleicht kann der Ausdruck im Kopierer ja noch eine Weile liegen bleiben.

Dotty ist einer der vielen Bürohunde, die hier bei TASSO arbeiten. Ihr Job ist schlafen, meine Beine wärmen und gute Stimmung im PR-Büro verbreiten. Und ich muss sagen, sie beherrscht ihren Job ziemlich gut. Dass die kleine Hundedame mich zur Arbeit begleiten kann, ist wirklich großer Luxus. Nicht nur für sie und mich. Auch die anderen hier in der TASSO-Zentrale profitieren von unseren Bürohunden. Viele der Vierbeiner schmusen nämlich auch gerne mit anderen Kollegen. Während sie die Streicheleinheiten genießen, entspannen wir Menschen uns und schütten das Glückshormon Oxytocin aus. Außerdem sorgen die Tiere dafür, dass wir entspannter sind, erinnern uns daran, regelmäßig Pause zu machen und verbessern das Betriebsklima.

Diese Vorteile sind mittlerweile sogar wissenschaftlich belegt. Bürohunde bringen so viele Vorteile und profitieren selbst sehr davon, ihre Menschen begleiten zu dürfen.
Vor meinem Job bei TASSO kannte ich nur einen Hund, der seine Halterin hin und wieder mit zur Arbeit begleiten durfte. Ins Großraumbüro, wo zeitgleich ungefähr 15 Menschen telefonierten, recherchierten oder hoch konzentriert Texte verfassten. Die kleine Hundedame tigerte gerne zwischen den Schreibtischen umher. Ihr Frauchen fand das nicht so gut und rief und pfiff daher ständig nach ihr. Ich muss zugeben, die Bedingungen waren dort nicht ideal, und die Kollegen haben so auch eher wenig von der Anwesenheit der Kleinen profitiert.

Warum ich das erzähle? Weil ich sagen will, dass Bürohunde einfach super sind. Wenn das Umfeld stimmt. In einem hektischen Großraumbüro ist ein Hund, der nicht die Ruhe hat, auf seinem Platz zu liegen, mit einem Frauchen, das nicht die Ruhe hat, den Hund umher laufen zu lassen, nicht so glücklich. Das war damals auch nur eine Lösung in Notfällen, und daher war es kein Problem. Wenn Hunde aber so fest zum Büroalltag gehören sollen wie hier bei TASSO, ist es wichtig, dass alles stimmt. Deswegen sollten klare Regeln zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer gelten. So wissen alle, woran sie sind.

Natürlich muss für das Wohlbefinden der Hunde gesorgt sein. Die Vierbeiner brauchen ihren eigenen Rückzugsort, immer Zugang zu frischem Wasser, regelmäßige Spielpausen, und natürlich müssen sie bei einem langen Arbeitstag auch spazieren geführt werden. Die Kollegen, vor allem diejenigen, die sich einen Raum mit dem Hund teilen müssen, müssen einverstanden sein und sollten keine Angst vor dem Vierbeiner haben.

Auch der Bürohund muss sich entspannen können. Für ein Nervenbündel, das den ganzen Tag in höchster Anspannung auf den Feierabend warten muss, ist der tägliche Gang ins Büro keine Freude. Für Hunde wie Dotty, für die die Nähe ihres Menschen über alles geht und die – obwohl sie im Umgang mit fremden Menschen noch sehr zurückhaltend ist – den Großteil des Tages zufrieden vor sich hin döst, ist es ein Traumjob.

Obwohl sie ein Langschläfer ist, freut sie sich schon morgens um halb sieben ausgiebig, wenn wir uns auf den Weg zur Arbeit machen. Hier angekommen stürmt sie den Flur entlang, begrüßt die Kollegin, die um diese Zeit schon fleißig an ihrem Schreibtisch sitzt, legt sich in ihr Körbchen und schläft erst mal mindestens eine Stunde lang weiter. Später wird sie aufstehen, nett gucken und hoffen, dass sie sich nun auf meinem Schoß niederlassen darf. Gelegentlich baut sie „Leckerchen-Schnorr-Runden“ in ihren Arbeitsalltag ein, und mit größter Freude besucht sie den ein oder anderen Kollegen in seinem Büro. Und mittags, so wie jetzt, steht dann die Spaziergehrunde – gerne in Begleitung anderer TASSO-Büroschnauzen – an. Also, runter vom Schoß, Dotty,wir machen jetzt Pause!

Ein Gedanke zu “Lieblingskollege auf vier Pfoten – Gedanken zum Bürohund

  1. Hallo, ich kann nur sagen, dass ein Bürohund wirklich eine Bereicherung ist. Mein Hund Charly geht jeden Tag mit mir ins Büro. Ich arbeite in einer Anwaltskanzlei, in der drei Hunde vorhanden sind. Das finde ich sehr zuvorkommend von meinem Chef. Ich würde mir für viele Hundebesitzer so einen Chef wünschen. Meinem Hund und mir gefällt das jedenfalls sehr gut.

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