Grundgehorsam – das 1×1 der Hundeerziehung

Grundgehorsam - Hundeerziehung (c) pixabay.com

Sitz, Platz, Fuß – Das sind Kommandos, die zum sogenannten Grundgehorsam beim Hund gehören. Obwohl sich das Wort etwas hart anhört, bedeutet es keinesfalls, dass der Vierbeiner nur Befehle ausführen muss. Vielmehr dient eine solide Grunderziehung dazu, die Mensch-Hund-Beziehung verständlicher zu gestalten, damit Ihr Euch als Halter mit Eurem Tier egal wo und in welchen Situationen verständigen könnt.

Wie wichtig ein Grundgehorsam in der Hundeerziehung ist und welche Grundkommandos ein Hund laut Experten können sollte, haben wir für Euch mal zusammengetragen.

Hundeerziehung – was beachten?

In der Regel beginnt man mit dem Erlernen des Hunde-1×1 bereits im Welpenalter. Bei Hunden, die beispielsweise aus dem Tierschutz kommen oder fast ihr ganzes Leben als Streuner auf der Straße gelebt haben, geht das natürlich meist nicht. Den Vierbeiner zu „erziehen“ ist aber in jedem Alter möglich, wobei man natürlich je nach Hund manchmal etwas mehr Geduld braucht.

Durch das gemeinsame Lernen wachsen Mensch und Hund als Team zusammen und lernen sich gegenseitig zu vertrauen. Das ist für das Zusammenleben und die Kommunikation immens wichtig.

Was in der Hundeerziehung absolut nicht geht, ist Gewalt jeglicher Art. Ob schmerzhafte Methoden oder fragwürdiges Erziehungszubehör, es ist ein Tabu und kann dem Vertrauensverhältnis und damit der Mensch-Hund-Beziehung schaden!

Ein strenges und klares „Nein“, um den Hund beispielsweise vor Gefahren zu bewahren, ist natürlich wichtig. Darüber hinaus gilt dasselbe wie bei uns Menschen: Übertriebene Strenge, Schreien und Wut werden Euch nicht weit bringen.

Grundgehorsam – welche Grundkommandos gehören zum Hunde-1×1?

Geduld, Konsequenz, ein souveräner Umgang mit Konflikten und mit Sicherheit das ein oder andere Lachen, sind eine gute Mischung. Ihr solltet dabei aber Eure eigenen Regeln nicht vergessen und geduldig sein. Wenn der Hund beispielsweise nicht aufs Bett darf, dann solltet Ihr auch nach dem 20. Mal nicht nachgeben.

Grundkommandos

  • Sitz und Platz: Mit diesen beiden wichtigen Grundkommandos weckt Ihr die Aufmerksamkeit Eures Vierbeiners und könnt sie zum Beispiel im Straßenverkehr einsetzen oder um das Tempo rauszunehmen.
  • Rückruf: („Hier“, „Zurück“ oder „Komm“): Sollte unbedingt sitzen, wenn Euer Hund ohne Leine laufen darf.
  • Abbruch: („Stopp“, „Halt“, „Warten“, „Aus“) – Verschiedene Abbruchsignale können überlebenswichtig sein, um Euren Hund vor Gefahrensituationen zu bewahren, aber auch, um eine Handlung zu unterbrechen oder damit der Hund auf Euch wartet.
  • Bleiben: (oder „Bei Fuß“, „Hier“) – Ist nützlich, wenn Ihr unterwegs seid und der Hund sich nicht weit von Euch entfernen soll.
  • Auflösung: („Weiter“, „Jetzt“, „Auf“) – Damit zeigt Ihr dem Tier, dass das vorherige Kommando aufgelöst wird. Zum Beispiel könnt Ihr so Sitz- oder Platz-Situationen auflösen.

Wie Eure Kommandos im Endeffekt heißen, ist Euch überlassen. Ideal wäre, wenn sie in Eurem Sprachgebrauch sonst nicht so häufig vorkommen, sich akustisch unterscheiden und auch konsequent für das jeweilige Handeln eingesetzt werden. Dennoch sollten sie passend gewählt sein, damit Ihr im Ernstfall nicht lange überlegen müsst, wie das richtige Wort heißt.

Am Wichtigsten dabei ist, dass Euer Vierbeiner die relevanten Signale kennt, die im Alltag wichtig sind. Dabei ist es auch hilfreich, die Kommandos mit Handsignalen zu verknüpfen, damit Euer Vierbeiner auch in einer lauten Umgebung weiß, was Ihr von ihm wollt, oder Ihr ihm auf größere Distanzen sagen könnt, was er tun soll.

Ist das Vertrauen beidseitig da, sind natürlich auch viele, viele weitere Kommandos wie „Hol Ball“ oder Ähnliches leichter und meist schneller erlernbar.

Was gehört noch zum Hunde-1×1?

Abgesehen von den Kommandos, gehören natürlich auch die Stubenreinheit, Leinenführigkeit und ein freundlicher Umgang mit Mensch, Kind und Hund zur Basiserziehung.

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