Haustier: Hilfe bei Hitzschlag

Hitzschlag_Katze liegt entspannt auf der Wiese (c) pixabay.com

Es ist heiß, die Luft viel zu trocken, wir schwitzen, leiden regelrecht und versuchen uns von innen und außen abzukühlen. Auch unsere Haustiere leiden bei hohen Temperaturen. Diese Hitze kann für unsere felligen Freunde sogar ziemlich gefährlich werden, denn Tiere wie Hunde, Kaninchen und Katzen sind für Hitzschlag viel anfälliger als wir Menschen. Daher müssen wir im Sommer ganz besonders auf sie achten.

Was ist eigentlich ein Hitzschlag?

Beim Hitzschlag handelt es sich um eine Überhitzung des Körpers, bei dem die Körpertemperatur gefährlich auf über 41 Grad ansteigt. Die hohe Körpertemperatur ist sehr gefährlich, denn das führt dazu, dass sich die Eiweißstrukturen im Körper verändern. Dabei stirbt Gewebe in den Organen ab und das führt letztendlich leider zum Tod.

Warum sind Tiere so gefährdet?

Haustiere können ihre Körpertemperatur nicht durchs Schwitzen regulieren. Bei Kaninchen beispielsweise fehlen die Schweißdrüsen komplett. Bei Hunden und Katzen befinden sich diese nur rudimentär an den Pfotenballen und am Nasenspiegel. Hunde und auch Katzen regulieren ihre Körpertemperatur nämlich hauptsächlich durch das Hecheln und in dem sie sich an kühlen Orten aufhalten.

Kann man Hitzschlag vorbeugen?

Ob Haus-, Klein- oder auch Weidetiere, wir als Tierhalter sind dafür verantwortlich, unsere tierischen Freunde vor Hitze und direkter Sonneneinstrahlung zu schützen. Dazu gehört unter anderem, ihnen schattige Rückzugsorte zu schaffen, genügend Trinkmöglichkeiten zu bieten und darauf zu achten, dass sich unsere Lieblinge nicht überanstrengen. Hier findet Ihr außerdem noch weitere Tipps für einen tierisch kühlen Sommer: Hund und Katze bei Hitze.

Woran erkenne ich einen Hitzschlag?

Haustiere, die einen Hitzschlag erleiden, können folgende Symptome zeigen:

  • Unruhiges Verhalten, das in Apathie übergehen kann
  • Auffallend anstrengende und flache Atmung
  • Hohe Herzfrequenz
  • Hohe Körpertemperatur
  • Im fortgeschrittenen Stadium ist das Tier nicht ansprechbar und kann krampfen

Was tun?

Sollte Dein Tier eines der Symptome aufweisen, solltest Du es sofort in den Schatten bringen und aktiv abkühlen. Das bedeutet: Pfoten, Bauch, Schenkel, Hals und das komplette Fell mit kühlem, aber mit nicht eiskaltem, Wasser zu durchnässen. Wichtig ist, Haustiere nicht in feuchte Handtücher einzuwickeln, da sich hier die Wärme anstauen kann. Hat sich das Tier etwas erholt und die Atmung sich etwas beruhigt? Dann solltet Ihr unverzüglich zum Tierarzt, wo ihr Euch am besten schon vorher angemeldet habt.

In einer akuten Krisensituation solltet Ihr unbedingt Ruhe bewahren, auch wenn das sicher sehr schwer fällt. So könnt Ihr Euch aber einen Überblick verschaffen und entsprechend zielgerichtet handeln.

Auch wenn Euer Haustier die Krise zunächst überstanden hat, kann man leider noch nicht ganz aufatmen. Denn es besteht auch noch einige Tage später die Gefahr, dass das Tier beispielsweise an Organschäden stirbt.

Und sollte sich Euer Liebling mal verletzt haben, ist schnelle Vor-Ort-Hilfe wichtig: Wir haben einige Punkte zusammengefasst, die Ihr nach einem Unfall beachten solltet: Erste Hilfe für Hund und Katze

Kommt gut durch den Sommer und achtet auf Eure tierischen Freunde!

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