Hundeschnauzen in Not e.V.

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Unser Verein wurde am 16. Juli 2017 von mir, Renate Pohl, gegründet. Ich habe bereits viele Jahre in drei verschiedenen Vereinen Erfahrungen im Tierschutz sammeln dürfen und die Arbeit liegt mir bis heute sehr am Herzen.

Selbstverständlich liegt eine Sachkundeprüfung sowie die Genehmigung nach §11 TSchG vor. Wir kooperieren mit dem Amtsveterinär Saarbrücken, der über jeden importierten Hund per TRACES informiert wird.

Gründung des Vereins

Leider habe ich im Tierschutz oft die Erfahrung gemacht, dass in alteingesessenen Vereinen eine Abwehrhaltung gegenüber neuen Ideen oder Vorschlägen herrscht. Meiner Meinung nach müssen jedoch Vorgehensweisen und Methoden regelmäßig überdacht und eventuell auch zeitgemäß angepasst werden, um die Arbeit des Vereins zu verbessern. Tut man dies nicht, bleibt einem nicht viel außer Resignation. Doch das ist das Gegenteil von meinem Ziel. Ich setze mich unermüdlich FÜR Tiere ein. Deswegen gab es für mich keine andere Möglichkeit, als meinen eigenen Verein zu gründen!

Unsere Philosophie

Für uns ist es sehr wichtig, dass es keine Übergabe der Hunde auf Rastplätzen gibt! Das ist unverantwortlich! Wir möchten den Adoptanten und ihren neuen vierbeinigen Familienmitgliedern eine ruhige und sichere Atmosphäre für ihr erstes Kennenlernen bieten, ohne Hektik und umliegende Gefahren. Unsere Hunde werden also vom Vereinsauto über Nacht von Spanien nach Deutschland, genauer gesagt ins Saarland, gebracht. Dort wird früh morgens auf einem eingezäunten Hundeplatz jeder Hund in Ruhe aus seiner Box genommen und seinem neuen Besitzer übergeben. Außerdem bekommt jeder Hund ein passendes Geschirr, der Chip wird ausgelesen, die Papiere geprüft und man kann schon mal gemeinsam eine Runde auf der Wiese gehen. Dann dürfen Hund samt Besitzer in ein neues Leben.

Außerdem legen wir bei unserer Arbeit großen Wert auf eine gute Beratung rund um den Hund. Zum Beispiel geben wir Tipps zur Fütterung, zu Gesundheitsfragen (inkl. Aufklärung über Mittelmeerkrankheiten), Kastration und selbstverständlich stehen wir mit Rat und Tat zur Seite, wenn es der erste Hund ist.

Wir vermitteln direkt aus Spanien zu der neuen Familie bzw. dem neuen Besitzer, also ohne Umwege über Pflegestellen. Aber dazu später mehr …

Unser Tierheim Partner ARCA

Unsere Hunde kommen aus dem Tierheim ARCA in Spanien in der Nähe von Tarragona. ARCA bedeutet übersetzt „Arche“ und hier arbeiten tatsächlich nur Freiwillige, die das, was sie tun, in ihrer Freizeit und unentgeltlich aus Liebe zu den Tieren machen. Dementsprechend liebevoll werden die Hunde aufgefangen, umsorgt und gepflegt, bis eine Adoption stattfindet.

Und auch hier gehen wir neue Wege! Wir kooperieren nicht nur mit ARCA, wir arbeiten auch Hand in Hand mit Stichting Hondjes aus Holland zusammen. Das bedeutet drei Tierschutzorganisationen arbeiten FÜR die Tiere zusammen! Tierschutz funktioniert nämlich nur, wenn wir alle gemeinsam anpacken!

Unser Transport der Hunde erfolgt also zunächst von Spanien nach Deutschland in das Saarland, dort nehmen wir unsere Glücksschnauzen aus dem Auto. Dann geht’s mit dem Auto weiter nach Holland. Nur so können wir ökologisch und ökonomisch arbeiten, denn auch das ist uns wichtig.

Des Weiteren unterstützen wir die Kastrationsprojekte im Tierheim ARCA, es werden OP Kosten übernommen, sowie wichtige Impfungen bezahlt und auch Baumaterialen für das Tierheim finanziert. Außerdem sammeln wir Futterspenden, die auf dem Rückweg von Holland eingeladen und nach Spanien gebracht werden.

Adoption nach Deutschland

Wir unterhalten aus 2 Gründen keine Pflegestellen in Deutschland:

  1. Unsere Welpen befinden sich IMMER auf einer spanischen Pflegestelle. Es erscheint uns also unlogisch, die Welpen von Pflegestelle A nach Pflegestelle B zu bringen, wo sie sich doch gerade in dieser sensiblen Zeit in einer starken sozialen Prägephase befinden!
  2. Unsere erwachsenen Hunde im Tierheim haben große Freigehege, in denen sie in Rudeln leben, spielen, toben, Löcher buddeln, soziale Kontakte pflegen….
    Auf einer Pflegestelle in Deutschland wissen wir nie, wie lange der Hund auf seinen Herzensmensch warten muss und er selbst weiß das auch nicht. Er wird sich anstrengen und sich bemühen, er wird alles geben, um das Herz seiner Pflegefamilie zu erobern … um schließlich bei einer Adoption wieder ganz von vorn beginnen zu müssen.

Deswegen unsere Entscheidung: Aus dem Tierheim/Pflegestelle in Spanien direkt in das neue Zuhause!

Warum ein Hund aus dem Ausland?

Eine Vermittlung in Spanien ist natürlich theoretisch möglich, in der Praxis aber nur in Ausnahmefällen realisierbar. Bewusstsein und Empathie für das Mitgeschöpf Hund vermisst man in Spanien oft. Für Jäger stehen wirtschaftliche Interessen im Vordergrund und Kastration würde den Nachschub behindern und ist mit der spanischen Mentalität auch nicht vereinbar.

Kostenaufwendige Behandlungen lässt man nicht durchführen, eher wird der Hund ertränkt, aufgehängt oder irgendwo auf dem Land an einen Baum gebunden, um dort kläglich zu verhungern oder zu verdursten.

Wer sich in unseren Tierheimen umschaut, sieht dort wenig Hunde kleinerer oder mittlerer Größe, wenige Welpen oder Junghunde. Man kann eher davon ausgehen, dass für viele angehenden Tierbesitzer ein Hund aus dem Auslandstierschutz eine Alternative zum Hund vom deutschen Züchter, oder aus ausländischen Welpenfabriken ist.

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