Jahreswechsel – Der Horror für viele Tiere

Von links ein lauter Knall, dessen Quelle nicht auszumachen ist. Ein lautes Jaulen irgendwo im Himmel, bunte Lichter, zischende und leuchtende Objekte, die sich über die Straße bewegen. Wieder ein Knall, dieses Mal von rechts. Es scheppert und rumst aus verschiedenen Richtungen. Lichter, Geräusche und Gerüche, alles ist ganz anders als sonst. Was ist hier nur los? Und wohin flüchten?

Während viele Menschen sich freuen, dass Raketen in den Himmel emporsteigen und Sekunden später am dunklen Nachthimmel bunte Lichter erstrahlen werden, ist das für Tiere eine völlig unverständliche, unerklärliche und bedrohliche Situation. Schließlich ist ihr Gehör und auch ihr Geruchssinn viel feiner als der menschliche und die Tiere wissen ja auch nicht, dass die Menschen „nur“ das neue Jahr mit Licht und Geräuschen begrüßen.

Wenn Silvester wieder überall im Land die Sektgläser klirren, werden also im selben Moment Millionen Tiere große Angst ausstehen. Betroffen sind davon nicht nur Haustiere, sondern auch Wildtiere und insbesondere Vögel, deren Lebensraum in der Silvesternacht bedrohlich wird.

Daher: Verzichte doch in diesem Jahr darauf, zu böllern und schaffe gemeinsam mit Deinen Lieben eine neue Silvestertradition, bei der auch Dein Haustier sich wohlfühlt. Macht es Euch zu Hause gemütlich, spielt etwas, hört Musik und lasst um Punkt Mitternacht die Gläser klirren, statt die Raketen knallen.

Hier noch einige Tipps, wie Du Deinen Haustieren in der stressigen Zeit rund um den Jahreswechsel helfen kannst:

  • Wer Du Deinen Vierbeiner vor unnötigem Stress schützen möchtest, solltest Du den letzten Tag des Jahres bei ihm bleiben oder dafür Sorge tragen, dass ein anderer vertrauter Mensch bei ihm ist.
  • Schließe die Fenster und lasse die Rollläden herunter. Dann kannst du zwar auch nicht mehr so gut hinausgucken, aber für Deinen tierischen Liebling wird der Krach von draußen gedämpft, und er sieht die irritierenden Lichter nicht mehr.
  • Der laufende Fernseher oder Musik können ebenfalls dazu führen, dass die Geräusche von draußen weniger deutlich wahrgenommen werden. Weiterhin erweckst Du so den Eindruck von Normalität.
  • Bleibe selbst ruhig. Unterstützte Dein Tier in seiner Angst, aber schüre seine Panik nicht dadurch, dass du selbst nervös oder aufgeregt wirkst.
  • Nimm Deinem Tier auf keinen Fall die Möglichkeit zu hören. Halte ihm nicht die Ohren zu, das führt eher dazu, dass sich seine Angst noch verstärkt.

Wir wünschen Dir und Deinem Tier, dass ihr gemeinsam einen ruhigen Abend verbringen könnt und gut ins neue Jahr kommt.

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