Keine Tiere unterm Weihnachtsbaum

Vierbeiner sind keine Geschenke

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Gerade an Weihnachten gibt es nichts Schöneres als strahlende Kinderaugen und da ist es verständlich, dass viele Eltern ihrem Nachwuchs auch den größten Wunsch erfüllen möchten: Ein eigenes Haustier.

Heike Engelhart, die Projektleiterin des shelta Online-Tierheims gibt zu bedenken, dass Kinder auch schnell wieder die Lust am Tier verlieren, wenn sie merken, dass die Pflege und Betreuung des Tieres mit viel Aufwand verbunden ist: „Die Anschaffung eines Haustieres sollte niemals ein Schnellschuss sein, nur um dem Kind kurzfristig eine Freude zu machen. Tiere sind Lebewesen, die zu versorgen es viel Verantwortungsbewusstsein braucht.“ Eltern müssen sich vor der Anschaffung eines Haustieres im Klaren sein, dass ein Kind niemals allein die Verantwortung für ein Tier voll übernehmen kann. „Zunächst brauchen Kinder immer erst die Anleitung und Hilfe der Eltern. Verlieren Kinder die Lust an dem Tier, tragen die Eltern weiterhin die Verantwortung für die Versorgung des Tieres bis zu dessen Lebensende. Daher muss klar sein, dass so eine weitreichende Entscheidung nie mit der Erfüllung eines Weihnachtswunsches einhergehen darf.“

Das bestätigt auch Philip McCreight, Leiter von TASSO: „Sind die Eltern nicht dazu bereit, generell die Verantwortung zu übernehmen, landet das Tier spätestens im neuen Jahr im Tierheim und wartet – manchmal jahrelang – auf ein neues Zuhause.“ Tiere seien nicht nur zum Kuscheln da, so McCreight weiter. „Sie zu halten, bedeutet einen hohen Betreuungsaufwand, über den sich viele vor der Anschaffung eines Tieres nicht bewusst sind.“ Der Tierschützer legt allen Eltern nahe, Tiere nicht „einfach mal so“ zu verschenken, sondern die Entscheidung für ein tierisches Familienmitglied ganz bewusst mit allen Beteiligten gemeinsam zu treffen. Eine Hilfestellung hierfür kann zum Beispiel auch ein Ratgeberbuch über „Haltung und Pflege“ des gewünschten Tieres als Weihnachtsgeschenk sein.

Erster Ansprechpartner für Tiersuchende sollten immer die Tierheime sein, rät McCreight. Familien können sich dort ausführlich beraten lassen, welches Tier zu ihnen passe. Außerdem sei es wichtig, in intensiven Gesprächen vorab zu klären, welches Familienmitglied welche Aufgaben übernimmt. „Nur wenn alle an einem Strang ziehen, kann ein Tier zu einem dauerhaften Begleiter werden“, weiß der Tierschützer. Zu beachten sei zudem, dass einige Tierheime zur Weihnachtszeit grundsätzlich keine Tiere vermitteln, damit diese nicht als unüberlegtes Geschenk unterm Weihnachtsbaum landen.

Heike Engelhart´s Rat an Tiersuchende: „Hat man sich nach reiflicher Überlegung für die Anschaffung eines Haustieres entschieden, sollte bei der Suche nach dem richtigen Mitbewohner ein Tierheim die erste Anlaufstelle sein. Ein guter Einstieg hierfür bietet unser Tierheim im Internet unter shelta.net.“

Ein Gedanke zu “Keine Tiere unterm Weihnachtsbaum

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