Kippfenster- Eine Gefahr für die Katze

Kippfenster-Syndrom_Katze am Fenster © pixaby.com

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Katzen sind von Natur aus neugierige Tiere. Viele Stubentiger sehen daher ein gekipptes Fenster als Möglichkeit nach draußen zu gelangen und versuchen sich durch den Spalt zu zwängen. Doch das kann für sie zu einer tödlichen Gefahr werden. Immer wieder verlieren auf diese Weise Katzen ihr Leben dabei, so dass für diese Art von Verletzungen mittlerweile sogar einen Begriff gibt: das Kippfenster-Syndrom.

Warum ist das gefährlich?

Beim Rausklettern besteht das große Risiko, dass die Katze im Kippfenster hängenbleibt. Beim Versuch, sich aus dieser Lage zu befreien, rutscht sie dann noch tiefer in den Spalt, der nach unten hin immer enger wird. Dabei wird die Katze im Spalt eingeklemmt und erleidet mitunter schwere Verletzungen. Leider ist es häufig so, dass sich Katzen nicht bemerkbar machen wenn sie leiden. Dann hängen sie stundenlang fest und haben qualvolle Schmerzen.

Katze aus dem Kippfenster richtig befreien

Hat sich eine Katze im Kippfenster verfangen, ist schnelles Handeln gefragt. Das Tier muss sofort befreit werden.

  • Vorsichtig die Katze mit den Händen an Brustkorb und Bauch anheben.
  • Mit einer Decke den Körper sehr vorsichtig stabilisieren und so wenig wie möglich bewegen.
  • Bei der Befreiung kann es passieren, dass die Katze schmerzbedingt beißt oder kratzt.
  • Sofort zum Tierarzt und in die Tierklinik fahren.

Keinesfalls warten, ob sich die Katze von selbst erholt. Denn innere Verletzungen sind von außen nicht sichtbar.

Mögliche Verletzungen beim Kippfenster-Syndrom

Wird die Katze nicht rechtzeitig gerettet, kann das Tier an den Folgen der schweren Verletzungen sterben, da als Folge die Blutversorgung zusammenbricht.

Weitere Verletzungen können sein:

  • Quetschungen der inneren Organe
  • Verletzung von Gewebe und Organe
  • Beschädigung von Nervenbahnen, Muskeln und Adern
  • Lähmung
  • Bleibt die Katze mit dem Kopf hängen, kann sie an einer qualvollen Strangulation sterben.
  • Lebensbedrohlicher Schock

shelta-Tipp: Kippfenster-Syndrom vorbeugen

Als Katzenhalter kann man vorsorgen, dass die Katze gar nicht erst in so eine gefährliche Situation kommt. Zum einem gibt es Schutzvorrichtungen, die am gekippten Fenster angebracht werden können: Wie beispielsweise spezielle Netz- oder Gittereinsätze oder auch ein Schutzkeil, der das Hineinrutschen in den Spalt verhindert.

Zudem sollten alle Fenster geschlossen sein, wenn sich die Katze alleine im Haus befindet. Freigänger sollten, wenn möglich, durch eine Katzenklappe ins Freie gelangen.

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