Notfalltier Hündin Merle hat über shelta ein Zuhause gefunden

Merle, das flitzende kleine Wunder auf drei Beinen und einem großen Herzen.

merleNotfall-Hündin Merle konnte über shelta bei Karin Herrmann ihr Zuhause finden. Eine bewegender Erfahrungsbericht.

Unsere Geschichte beginnt mit TASSO, schön, dass es TASSO gibt!

…denn, als ich in einer schweren Stunde meine vertraute und langjährige Hündin bei TASSO abmelden musste, bekam ich kurze Zeit später eine Nachricht, in der sie meinen Verlust bedauerten und mich gleichzeitig auf shelta.net aufmerksam machten. Neugierig geworden fand ich mich schon bald bei dem Tierschutzverein Denia-Dogs wieder. Ich suchte nicht lange, mich berührte die Geschichte der kleinen tapferen und lebenslustigen Merle aus Spanien sofort. Ich informierte mich über Denia-dogs und wurde zu Merles damaliger Pflegefamilie in Rostock verwiesen.

Schnell baute sich ein reger telefonischer Kontakt auf, wir vereinbarten einen Besuch zum Kennenlernen und ich erfuhr mehr über die kleine Motte. Auch dass sie ein Jahr vorher im Rahmen einer Operation wegen starker Schmerzen nach einer Patellaluxation (einer Kniegelenksverletzung Anmerkung der Redaktion) das rechte Hinterbein amputiert bekommen hat. Das erste Video und dann der Besuch bei mir zeigten, dass das fehlende Beinchen für sie kein wirkliches Handicap bedeutete, sie steckte voller Lebenslust. Für mich war alles sehr aufregend und ich hatte ein bisschen Angst, nicht alles richtig zu machen oder ihr weh zu tun.

Im April war es dann so weit, Merle zog bei mir und meinen Katzen ein. Meine Katzen, schon immer an hündische Familienmitglieder gewöhnt, beäugten Merle interessiert und Merle sie. Wider der Erwartung, dass die erste Nacht, vielleicht sogar die nächsten Tage, schwierig werden würden, lief alles ganz problemlos. Mit den Wochen wurde die Kleine immer selbstbewusster, knurrte auch mal ein bisschen, wenn der dicke Kater zu aufdringlich schmuste, dann legte sie ihre Pfötchen auf meinen Bauch, als wolle sie sagen, die gehört jetzt mir. Natürlich bekommen alle, jeder zu seiner Zeit, genug Aufmerksamkeit, so entsteht kein Neid.

Die Spaziergänge wurden und werden von uns beiden genossen, Merle merkte sich sofort alle neuen Wege und zeigte mir auch, wo sie lang wollte. Eines Tages war es dann so weit, dass ich mich traute Merle frei laufen zu lassen, das war und ist für sie das Größte, dann flitzt sie, schaut sich aber immer um, ob ich noch da bin. Hierzu muss ich sagen, dass ich erst geprüft habe, ob sie wirklich hört und zurückkommt, wenn ich rufe, ich sehe mich auch um, damit wir vor „Überraschungen“ sicher sind, am Besten geht es auf freiem Feld, da kann ich alles überblicken. Merle hat sich inzwischen so gut integriert und ist ein liebenswertes weiteres Familienmitglied geworden, ich kann mir ohne sie keinen Tag mehr vorstellen. Die anfängliche Sorge, etwas falsch zu machen, hat sich im täglichen Leben überholt. Ich merke schnell, was ihr gut tut und verstehe jede Regung bei ihr.

Es zeigt sich wieder einmal, dass mit Einfühlvermögen, gutem Willen, ein bisschen Geduld, ABER vor allem viel Liebe alles möglich ist, Problemhund? Was für ein Problem? Ich bin froh, dass es Institutionen und Menschen gibt, die vor Ort den Straßentieren helfen und später die Pflegefamilien, die diese Tiere an ein normales, liebevolles Leben in der Familie gewöhnen.

Wir, das sind Merle, 4 Katzen und ich, sagen einfach nur danke!

Karin Herrmann

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