Schnauzensicht: Meine Freunde, die Notfalltiere

Schnauzensicht-Hund Dotty sitzt auf der Wiese

Hola Leute!

Habt Ihr schon gesehen? Es ist wieder shelta-Notfalltiermonat. Was das ist, fragt Ihr Euch? Das ist der Monat, in dem meine Kollegen und ich dazu motivieren, auch Tiere aufzunehmen, die auf den ersten Blick vielleicht schwieriger sein könnten. Notfalltiere sind vierbeinige Kollegen, die noch auf der Suche nach einem Zuhause sind und es besonders schwer haben. Das kann daran liegen, dass sie krank sind, ein Handicap haben oder einen ganz besonderen Charakter. Ich finde es total schade, dass sie manchmal als „Tiere zweiter Klasse“ gelten. Dabei sind da echt coole Typen dabei.

Der Grund dafür, dass diese Tiere es so schwer haben, ist aber eigentlich die Angst der Menschen. Sie denken, dass sie etwas falsch machen oder sich nicht genug kümmern können. Sie stellen sich vor, wie es ihnen selbst mit einer Einschränkung gehen würde und glauben dann, dass ein Handicap eine ganz schlimme Sache ist. Dabei vergessen sie, dass wir ihnen in vielen Bereichen weit voraus sind. Wir haben doch so viel bessere Sinne als die Zweibeiner. Und wir wissen sie zu benutzen. Natürlich ist es schade, nichts sehen zu können, aber allein unsere Nasen und Ohren liefern uns sooooo viele Informationen, dass wir auch ohne unser Augenlicht echt gut zurechtkommen. Es gibt also keinen Grund, warum ein blindes Tier mehr Arbeit machen oder weniger glücklich sein sollte.

Ganz ähnlich ist es mit anderen Einschränkungen. Das stört uns alles nicht so. Wir sind nicht wie Ihr, dass wir uns bedauern oder die Vergangenheit zurückwünschen. Wir passen uns an und machen weiter. Mit drei Beinen kommen meine tierischen Kollegen beispielsweise total gut zurecht. Ich kenne mich zwar mit Katzen nicht so gut aus, aber so wie ich die Stubentiger bislang beobachtet habe, sind sie Überlebenskünstler. Sie sind ja ohnehin so beweglich und geschickt, dass sie auch mit Einschränkungen zurechtkommen. Sie können zum Beispiel auch mit nur drei Beinen noch mit einem eleganten Satz auf die Arbeitsfläche mit dem tollen Essen springen. Darauf bin ich echt neidisch. Ich schaffe das leider nicht mal mit vier Beinen.

Tiere mit Handicap haben nicht weniger Spaß am Leben! Manchmal sieht das Leben vielleicht ein bisschen anders aus, aber das ist doch nicht schlimm! Auch eine Krankheit ist kein Grund, ein Tier nicht zu adoptieren. Man weiß doch nie, was passiert?! Ihr Menschen könnt schließlich auch krank werden und wir werden Euch trotzdem immer lieben! Der Hund meiner Kollegin Caro, der kleine Pani, zum Beispiel hat echt Glück gehabt, dass er trotz seines erhöhten Leishmaniose-Titers ein Zuhause gefunden hat. Caro war das nämlich zum Glück egal. Sie liebt Pani trotzdem und hat nicht einen Tag bereut, ihn trotz der Gefahr dieser Krankheit adoptiert zu haben. Und wenn er eines Tages mal krank sein wird, wird sie sich gut um ihn kümmern, alles für ihn geben und sich an all die schönen Momente erinnern, die sie schon gemeinsam erlebt haben.

Es gibt auch noch Tiere, meist sind es Hunde, die aufgrund ihres schwierigen Charakters kein Zuhause finden. Einige sind zum Beispiel nicht verträglich mit Artgenossen oder haben große Angst vor fremden Menschen. Das heißt aber nicht, dass sie böse sind und keine Liebe brauchen! Im Gegenteil! Meistens haben sie Schlimmes erlebt oder zumindest wenig Positives. Ich kann das gut verstehen. Schließlich habe ich auch so meine Eigenarten. Ich mag zum Beispiel nur in absoluten Ausnahmefällen andere Hunde auf den ersten Blick, alle anderen Hunde kläffe ich erstmal ausgiebig an und versuche, sie mir vom Leib zu halten. Dieses Kennenlernen, was die meisten anderen Vierbeiner gut beherrschen, habe ich einfach nie gelernt. Entsprechend schwer tue ich mich dabei. Und trotzdem übt Lisa das mit mir und ich werde immer besser. Andere Hunde haben viel schlimmere Dinge erlebt als ich und mussten ihren eigenen Weg finden, damit umzugehen. Leider passt dieser Lösungsweg nicht immer zu dem, was die Menschen sich vorstellen. Entsprechend schwieriger ist es für diese Hunde also, eine Familie zu finden. Aber es gibt Zweibeiner, die Zeit, Lust und das notwendige Wissen hätten, sich um einen „anspruchsvollen“ Hund zu kümmern.

Diese Zweibeiner wollen wir im Rahmen des Notfalltiermonats motivieren, sich bei der Suche nach einem Tier auch nach schwierigeren Fällen umzuschauen. Also unterstützt mich doch bei, eine Lanze für Notfalltiere zu brechen. Ich finde, jedes Tier sollte die Chance auf ein tolles Zuhause erhalten. Und Notfalltiere machen glücklich, wie ich hier bei shelta gelesen habe!

Eure eigenartige Dotty

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