Tipps zum Umgang mit Leishmaniose positiven Hunden

Leishmaniose bei Hunden

Trotz Leishmaniose kann Pani ein glückliches Leben führen.

Von Caro H.TASSO-Team 

Noch vor wenigen Jahren kannte ich die Krankheit „Leishmaniose“ nicht! Doch die Situation hat sich grundlegend verändert, als ich einen Hund aus dem Auslandstierschutz adoptierte, der Leishmaniose positiv getestet wurde. Deshalb musste ich mich zunehmend mit der Krankheit „Leishmaniose“ auseinandersetzen.

Was ist Leishmaniose?

Wie viele Halter Leishmaniose positiver Hunde, habe ich mich gefragt, was Leishmaniose überhaupt ist. Es gibt zu diesem Thema sehr viele Bücher. Zudem gibt es im Internet viele Informationen und Tipps rund um diese Krankheit. Empfehlenswert sind auch Leishmaniose-Foren, da Nutzer jegliche Fragen beantworten, so dass ich die Mittelmeerkrankheit noch besser verstehen konnte. Im Folgenden berichtete ich Euch, was ich dabei gelernt habe. Bitte bedenkt, dass ich keine Tierärztin bin und nur wiedergebe, was mir persönlich geholfen hat.

Im Allgemeinen ist Leishmaniose eine parasitäre Infektionskrankheit, die durch den Erreger „Leishmania infantum“ ausgelöst wird. Nicht nur Menschen und Hunde können mit Leishmaniose infiziert werden, sondern auch Füchse und andere Säugetiere. Da der Überträger die sogenannte „Sandmücke“ ist, kommt diese Krankheit vor allem in überdurchschnittlich warmen Ländern vor. Allerdings gibt es aber auch erste Leishmaniosefälle in Deutschland, ohne das Hunde in Südeuropa waren.

Viele Halter haben Angst, einen Hund mit Leishmaniose zu adoptieren, weil sie denken, dass der Vierbeiner ihre Familie und andere Tiere anstecken könnte. Allerdings haben Studien bewiesen, dass eine Ansteckung durch andere Faktoren eher gering ist. Leishmaniose kann nicht durch normalen Kontakt übertragen werden. Leishmanien befinden sich weder im Speichel, noch im Kot oder im Urin. Allerdings wird behauptet, dass Leishmaniose durch Wundsekrete und durch Beißereien übertragen werden kann. Jedoch wurde es bis dato noch nicht nachgewiesen.

Falls Euer Vierbeiner an dieser Krankheit erkrankt, können unterschiedliche Symptome auftreten. Vergrößerte Lymphknoten, Fellveränderungen, Haarausfall, Gewichtsverlust, Hautläsionen, etc. Bei diesen Symptomen solltet Ihr so schnell wie möglich einen Tierarzt aufsuchen.

Was ist bei Leishmaniose zu beachten?

Diese Mittelmeerkrankheit führt in den meisten Fällen zum Tod des Tieres, wenn der Hund nicht therapiert wird. Doch eine Therapie ist nicht das Einzige, auf das Hundehalter achten müssen. Deshalb habe ich aus meinen Erfahrungen ein paar Tipps zusammengefasst.

Als erstes habe ich mir einen erfahrenen Tierarzt gesucht. Ich wollte jemanden, der sich mit dieser Mittelmeerkrankheit auskennt, damit er auch die Symptome und den Krankheitsverlauf meines Hundes richtig deuten kann. Falls Ihr Probleme habt, den richtigen Tierarzt zu finden, könnt Ihr auch bei Tierschutzvereinen oder in Leishmaniose-Foren nach einem guten Tierarzt fragen.

Meiner Erfahrung nach ist es sehr ratsam, alle 3 Monate ein großes Blutbild erstellen zu lassen. Anhand dessen kann der Arzt die richtigen Medikamente und deren Dosis festlegen. Allopurinol, Leisguard und Miltefosin sind nur einige der Medikamente, die verschrieben werden können. Ich persönlich habe mit Allopurinol gute Erfahrungen gemacht und mein kleiner Vierbeiner weist bis dato keine Schädigungen an der Niere auf.

Natürlich kann man neben der Gabe von Medikamenten noch einiges für den Hund tun. Eine richtige Ernährung während der Therapie ist sehr wichtig, denn das häufig eingesetzte Allopurinol hemmt den Abbau von Purinen zu Harnsäure, dabei entsteht die Vorstufe von Harnsäure. Diese tritt vermehrt über die Nieren aus und führt in der Blase zu Harnsteinen. Deswegen kann es sinnvoll sein, Hunde mit Leishmaniose purinarm zu ernähren.

Außerdem empfehle ich, Stress zu vermeiden. Während der Therapiezeit gebe ich meinem Hund viel Ruhe und jede Menge Geborgenheit. Deshalb sollten äußere Störfaktoren auf ein Minimum reduziert werden. Das kann nämlich einen Schub der Krankheit auslösen.

Im Allgemeinen habe ich gelernt, dass ein Leishmaniose infizierter Hund, ein glückliches Leben führen kann. Vorausgesetzt die Krankheit wurde rechtzeitig erkannt und behandelt. Purinarmes Futter, einen stressfreien Alltag sowie die richtige Medikation wirken sich positiv auf den Krankheitsverlauf aus.

5 Gedanken zu “Tipps zum Umgang mit Leishmaniose positiven Hunden

  1. Hallo,mein Hund kommt aus Italien,als ich ihn bekam,wurde mir versichert,das er Leishmanien negativ ist.Erst als er einen Schock bekommen hatte,brachen die typischen Symthome aus.Ich ging zur Tierärztin und fragte nach ,ob Frodo event.Leishmaniose hat.Sie hatte keine Ahnung und schickte mich nach Os in die Tierklinik.Da stellte ich die gleiche Frage,letztendlich hatte ich ihn da gelassen 5 Tage mit der Diagnose,die ich vermutet hatte,1600 Eu ärmer und das Medikament solle ich direkt von der Vermittlungsstelle aus Italien anfordern.Das war vor 6 Jahren.Allopurinol gebe ich nur,wenn ich das Gefühl hab,es geht ihm nicht gut.Aber toi toi,sehr selten,er ist 8 Jahre und Super zufrieden,LG Kathrin

  2. Bei auftretenden Hautläsionen ist es leider so, dass die offenen Stellen durchaus infektiös sind und somit bei Kontakt mit einer Wunde (eine kleine Schnittverletzung am Finger vom Papier zB reicht aus) auch Menschen oder andere Tiere infiziert werden können. Dieses Risiko wird mir persönlich ais dem Artikel leider nicht klar. Für mich ist das jedoch der Grund, dass ich mit Auslandshunden, die nicht negativ getestet sind keinen engen Kontakt wünsche. Man weiß leider nie, ob die kleine Verletzung eine Schramme ist oder der Beginn eines Leishmanioseausbrichs 🙁

    • Dann dürfen sie auch keinen Urlaub in südlichen Ländern machen. Menschen werden von Mücken genauso gestochen. Wir haben unseren positiv getesteten Hund mit geschätzten 10-11 Jahren bekommen und das war vor gut 5 Jahren…. hoffen es werden noch etliche.

      • Ich drücke Ihnen die Daumen das sie ihren Hund noch einige Jahre behalten. Meine Emily erkrankte mit 2 Jahren an Barbesiose, der Tierarzt gab ihr damals noch 2 Jahre, sie wurde aber noch 15 Jahre alt, hat mich dann leider im Januar verlassen.

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