Urlaubszeit, Streunerzeit: Was tun gegen das Tierelend im Urlaubsparadies?

Bestimmt kennst Du das: Du bist mit Deiner Familie am Urlaubsort angekommen, die Sonne scheint, das Wasser ist strahlend blau und Du kannst endlich mal so richtig abschalten. Doch schnell fällt Dir auf, dass überall Tiere frei umherlaufen und sich niemand um sie kümmert. Ob im Café oder am Strand, die Streuner sind an vielen Urlaubsorten allgegenwärtig. Die Tiere sind oft schrecklich mager, struppig, von Parasiten befallen und krank. Irgendetwas muss man da doch tun können!

Diese Überlegungen stellen viele deutsche Touristen jedes Jahr aufs Neue an. Wir möchten den Tieren so gerne helfen. Aber wie geht das eigentlich? Wir können ja schließlich nicht einfach alle Streuner, die uns begegnen, einpacken und mit nach Hause nehmen.

Das Beste ist, wenn Du dich schon vor Reiseantritt vorbereitest. Frage dich, ob an Deinem Urlaubsort Tiere in Not sind und recherchiere, wie es ihnen geht. Dabei wirst Du bestimmt schnell auf Tierschutzorganisationen treffen, die sich vor Ort für die Streuner einsetzen. Die Vereine kämpfen oft unter widrigen Umständen mit wenig Geld gegen ein unbeschreibliches Elend und gegen gesellschaftliche Vorurteile. Meist fehlt es an grundlegenden Dingen. Am besten nimmst Du Kontakt zu einer der Organisationen auf. Keine Sorge, es gibt häufig auch deutsche Vereine, die im europäischen Ausland aktiv sind, dann dürfte die Sprache keine Barriere sein. Frage, wie Du helfen kannst, ob Geld, Deine Zeit oder bestimmte Dinge benötigt werden. Die Helfer wissen genau, was sie am meisten brauchen und wissen Dein Interesse sicher zu schätzen.

Mittlerweile engagieren sich vielerorts auch Hotels für Straßentiere. Sie richten beispielsweise Futterplätze ein oder führen sogar Kastrationsaktionen durch. Wenn Du in einem solchen Hotel bist, mache deutlich, dass Du es zu schätzen weißt, wenn sich das Hotel um die Tiere kümmert. So erfahren die Hoteliers, dass ihr Engagement bemerkt und anerkannt wird. Auch im gegenteiligen Fall – wenn die Tiere verscheucht, gequält oder gefangen werden – solltest Du etwas sagen. Traue dich, die Hotelleitung anzusprechen. Schließlich haben die Unternehmen ein Interesse daran, dass sich Touristen wohlfühlen und reagieren sicher, wenn ihre Gäste deutlich andere Umstände fordern.

Einfach mitnehmen geht nicht

Häufig „verlieben“ sich Reisende im Urlaub in ein bestimmtes Tier und wollen es unbedingt sofort mit nach Hause nehmen. Das ist aber gar nicht so einfach und sollte gründlich durchdacht werden. Wenn Du ein Tier adoptieren möchtest, solltest Du dich grundsätzlich immer fragen, ob Du ihm wirklich das bieten kannst, was es braucht. Egal, wie sehr Du dich verliebt hast.

Bis ein Tier überhaupt aus einem anderen Land aus- und nach Deutschland einreisen kann, muss auf einiges geachtet werden. Beispielswiese auf die Einfuhrbestimmungen. Es muss gewährleistet sein, dass das Tier keine ansteckenden Krankheiten hat und es muss geimpft sein. Eine Tollwutimpfung muss zum Beispiel schon drei Wochen vor der Ausreise erfolgt sein. Dass Du einen Vierbeiner also direkt mitnehmen kannst, ist unrealistisch.

Wenn Du den Auslandstieren nach Deinem Urlaub weiter helfen möchtest, kannst Du die Vereine vor Ort natürlich dauerhaft finanziell unterstützen. Zudem ist es auch von Deutschland aus möglich, ein Auslandstier aufzunehmen. Eine komfortable Suche ermöglicht da natürlich shelta. Dort findest Du Vierbeiner aus dem Ausland, ehemalige Auslands-Streuner, die bereits auf deutschen Pflegestellen leben und deutsche Tiere. Sie alle suchen ein liebevolles Zuhause – für einige von ihnen wird es das erste Zuhause, das sie jemals hatten.

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