Das Leben mit drei Katzen

Leben mit drei Katzen (c) TASSO

von Caro H., TASSO-Team

Sie wecken einen in der Früh, klauen den Platz auf dem Sofa und sie haben ständig Hunger – Das Leben mit Katzen ist nicht immer leicht. Vor allem nicht, wenn man gleich mit drei Stubentigern zusammenlebt. Neben den üblichen Aufgaben wie Katzenklos sauber machen und Tierarztbesuchen, erwarten einen Katzenhalter täglich noch viele weitere tolle Aufgaben. Was das Leben mit drei Katzen so besonders macht, das erzähle ich euch jetzt.

Schon mein ganzes Leben lang wohnte ich mit einer Katze zusammen. Tigger hieß mein Kater aus der Kindheit. Er war so ein toller Kerl, lieb, verschmust und immer für mich da. Er war einfach mein bester Freund. Doch wie bei allen Tieren, musste ich auch ihn irgendwann über die Regenbogenbrücke gehen lassen. Mir brach es das Herz.

Nach meinem Tigger hatte ich aus Zeitgründen jahrelang keine Katze mehr, bis meine Oma starb. Sie hatte eine dicke, schwarze Katze namens Hilde. Sie war 19 Jahre alt und ein richtiger Goldschatz. Durch Hilde habe ich wieder gemerkt, dass ich ohne Katzen einfach nicht leben kann.

Das war auch der Grund, warum ich nach Hilde Kitty, Johnny und Isa adoptiert habe. Ich habe sie nach und nach aus dem Tierschutz aufgenommen und sie stellen seitdem mein Leben auf den Kopf. Wirklich auf den Kopf! Sie wecken mich um 4.00 Uhr morgens. Meistens weil sie hungrig sind. Ich probiere es meistens zu ignorieren und schließe die Schlafzimmertür. Jedoch hat Kitty das Talent, die Tür zu öffnen und so bekommen sie mich wieder dazu, das zu tun, was sie wollen. In der Küche angekommen, erwarten mich drei hungrige Stubentiger, die mich auch teilweise ungeduldig anmaunzen. Nicht leise, sondern richtig laut. Es wäre ja ok für mich – das Aufstehen, das Anmaunzen – wenn sie nicht jedes Mal etwas am Essen auszusetzen hätten. Ich kaufe ihnen schon qualitativ hochwertiges Futter, aber anscheinend sind sie einfach verwöhnt.

Ich bin ganz ehrlich, manchmal schnappe ich mir die Katzen auch, und setze sie vor die Tür, damit sie erstmal ein wenig im Garten spielen und ich wenigstens ein bisschen Schlaf bekomme. Mein Glück der Ruhe währt allerdings oft nicht allzu lang, da sie sofort am Fenster stehen und rein wollen.

Kennt Ihr das auch? Den Beruf des Fenster- bzw. Türöffners? Vor allem in der Herbst- und Winterzeit wollen meine Katzen ständig rein und raus. So oft sogar, dass ich schon richtige Muckies vom Fensteröffnen im Oberarm habe. Man könnte mich auch Caro Schwarzenegger nennen. Klar, eine Katzenklappe würde da Abhilfe schaffen, aber leider ist das bei uns nicht möglich. Und na ja, ich spare ja dadurch auch das Geld für das Fitnessstudio.

Doch damit nicht genug. Die Katzen klauen jede Nacht das Bett. Ich teile wirklich gerne mein Bett, aber dann erwarte ich auch, dass mir etwas mehr Platz gelassen wird. Statt vertikal, legen sich die Katze einfach quer ins Bett. Und ich bin dann die, die nachts noch Akrobatik üben muss, nur um zu schauen, wo meine Beine noch ein wenig Platz finden. Na ja, um ehrlich zu sein, ist es ja auch ganz toll, Katzen im Bett zu haben. Wenn man sich dann endlich einmal Platz ergaunert hat. Schließlich geben sie einem das Gefühl der Sicherheit.

Wisst ihr, was sich in meinem Leben noch geändert hat? Das Frühstücken. Johnny, mein kleiner Schmusekater, liebt Käse über alles. Wenn er sieht, dass ich beim Frühstück ein Käsebrötchen in der Hand habe, stürmt er sofort auf mich zu und will etwas abhaben. Für ihn ist es egal, dass er eigentlich nicht auf den Küchentisch darf und er weiß, dass er nichts abbekommt. Er probiert es immer wieder. Hauptsache Käääääse. Wenn er nur nicht immer so süß dabei aussehen würde.

Nachdem der Kampf um den Käse vorbei ist, schaue ich an mir runter und denke: Warum hast du denn eigentlich schon wieder deine Alltagssachen vor dem Frühstück angezogen? Die sind doch jetzt schon voller Katzenhaare. Ich versuche in diesem Moment meine innere Ruhe zu finden und mich nicht über meine eigene Dummheit aufzuregen. Es gibt ja schließlich Fusselrollen. Und falls diese mal wieder aufgebraucht ist (ich verbrauche gefühlt 10 Stück die Woche), versuche ich nach dem Spruch zu leben: Ohne Katzenhaare ist man nicht richtig eingerichtet. Stimmt ja auch irgendwie, meint ihr nicht?

Also mittlerweile weiß ich, wie ich mit meinen Katzen umzugehen habe und was ich Zuhause beachten muss, damit es meinen Katzen gut geht. Man lernt halt viel dazu über die Jahre. Ich weiß, welche Katze welche Streicheleinheiten bevorzugt. Ich weiß, wie ich mich aus der Tür rausschleichen muss, damit sie nicht durch die Tür huschen. Man lernt mit den tierischen Bewohnern umzugehen oder eher gesagt, sie lernen es mit einem umzugehen. Was einem früher nicht bewusst war, ist heute selbstverständlich.

Ich liebe sie, so wie sie sind. Auch wenn ich manchmal ein bisschen über meine Katzen schimpfe, bin ich so froh, sie in meinem Leben zu haben. Sie erheitern meinen Tag, ihr Schnurren entspannt mich und ich vergesse die negativen Gedanken, einfach nur, weil ich ihnen zuschaue. Sie geben mir einfach das Gefühl von Liebe und Heimat. Auch wenn es viel Arbeit ist, eine Katze zu halten (und drei erst …), es ist jede Mühe wert.

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