Garten für Hunde – so gestaltest du ihn hundefreundlich

Hundefreundlicher Garten_Hund im Garten

Ein hundefreundlicher Garten ist praktisch. © Marie Antoinette

Ob groß oder klein, ein eigener Garten ist ein Platz zum Wohlfühlen und ziemlich praktisch, vor allem für diejenigen, zu deren Familie auch ein Hund gehört. Auf der Wiese kann sich der Vierbeiner entspannen, etwas rumschnüffeln und sich ohne Leine austoben. Doch bevor der Hund das sicher und gefahrenfrei tun kann, sollte der Garten hundefreundlich gestaltet und auf die tierischen Bedürfnisse ausgerichtet werden.

Welche Vorteile hat ein für Hunde angepasster Garten?

Eins vorne weg: Ein Garten ist kein Ersatz für ausgiebige Spaziergänge mit dem Hund. Dennoch ist er sehr praktisch und hilfreich, wenn der Vierbeiner sich zum Beispiel im Krankheitsfall zügig erleichtern kann. Außerdem bietet ein Garten einen sicheren Auslauf für Welpen, ängstliche Hunde oder Tiere, die noch alles kennenlernen müssen und mit dem Gassigehen überfordert sind. Zudem kann das Toben und Spielen, auch außerhalb der Spazierrunde, einfach nach draußen verlagert werden. Besonders im Sommer, wenn das gute Wetter lockt, ist ein Garten natürlich doppelt praktisch, wenn die ganze Familie zusammen die frische Luft genießen kann.

Wie gestalte ich einen hundefreundlichen Garten?

Der Garten ist eine Wohlfühloase für Mensch und Tier. Für unsere Vierbeiner bedeutet das aber ein bisschen etwas anderes. Worauf ihr bei einem hundefreundlichen Garten achten solltet und welche Besonderheiten ihr für euren Hund einbauen könnt, haben wir für euch aufgelistet.

Sicherer Hundegarten

Zuallererst muss der Garten für euren tierischen Liebling (ausbruchs)sicher sein. Das bedeutet:

  1. Sichere Umzäunung: Außerhalb des Garten passieren viele interessante Dinge, es gibt spannende Gerüche, denen viele Hunde am liebsten nachgehen würden und es können einige Gefahren lauern, wie zum Beispiel eine vielbefahrene Straße. Daher ist ein Zaun ein Muss, wenn ihr euren tierischen Freund im Garten ohne Leine laufen lassen wollt.
  2. Höhe des Zauns: Der Zaun sollte hoch genug sein, sodass euer Hund nicht einfach drüber springen kann. Je agiler, sportlicher und neugieriger euer Vierbeiner ist, desto höher kann er springen. Oft wird unterschätzt, wie hoch das beim richtigen Reiz von außen sein kann.
  3. Zwischenräume: Achtet unbedingt auf die Zwischenräume eures Zauns. Denn passt der Hundekopf zwischen die Latten oder Stangen, dann passt in der Regel auch der Rest des Körpers durch. Im schlimmsten Fall kann euer Tier aber auch steckenbleiben und sich verletzen.
  4. Sichtschutz: Wenn euer Hund gerne mal „Alarm“ schlägt, kann ein Sichtschutz, zum Beispiel durch Hecken Abhilfe verschaffen. Diese können auch den Lärm von außen etwas dämpfen.
  5. Tiefe des Zauns: Wenn euer Hund gerne buddelt, dann solltet ihr den Zaun auch unbedingt nach unten gut absichern.
  6. Gartentor: Unsere tierischen Familienmitglieder lernen schnell, wie eine Tür oder ein Gartentor geöffnet wird. Damit sie nicht einfach entwischen, sollten Tür und Tor gut verschlossen sein. Mit einem Türknauf, statt einer Türklinke, wird dem Hund das eigenständige Öffnen des Tores erschwert. Ein Hinweisschild kann zudem auch Besucher darauf aufmerksam machen, dass ein Hund im Garten ist und sie die Türe wieder schließen sollten.

Reicht nicht auch nur eine Hecke als Zaun? Hecken und Pflanzen sehen natürlicher und schöner aus, unsere Vierbeiner sind aber ziemlich gerissen und finden bestimmt eine Lücke durch die sie durchschlüpfen können, wenn die Verlockung auf der anderen Seite nur groß genug ist. Die beste Kombination ist daher ein Zaun und eine Hecke.

Garten für Hunde einrichten

Was soll der Garten unserem Hund bieten: Vor allem Spiel, Spaß und Entspannung. Mit einigen Tricks könnt ihr ein richtiges Hundeparadies schaffen.

  • Wählt unbedingt einen strapazierfähigen Rasen, der für Toben und Spielen geeignet ist. Lasst euch da am besten im Fachmarkt beraten.
  • Wichtig sind genügend Ruheplätze, auf die sich euer Hund zurückziehen kann. Vor allem im Sommer sollten genügend schattige Orte vorhanden sein. Wenn euer tierischer Liebling es mag, kann auch eine Hundehütte als Rückzugsort aufgestellt werden. Achtet hierbei auf die passende Größe.
  • Ein Wassernapf oder eine andere frische Wasserquelle sollte für euren Vierbeiner immer zugänglich sein.
  • Gibt es Beete oder Zonen, an die der Hund nicht ran darf? Dann könnt ihr diese zum Beispiel mit Hecken oder einem niedrigen Zaun optisch abgrenzen. Auch Hochbeete eignen sich dazu. Oft reicht solch eine optische Abgrenzung schon aus, dass Hunde nicht an Pflanzen oder Beete gehen. Aber natürlich könnt ihr eurem Vierbeiner auch beibringen, dass die Beete tabu sind.
  • Buddelt euer Vierbeiner gerne? Dann könnt ihr ihm eine Buddelzone einrichten, in der er sich nach Lust und Laune austoben darf.
  • Wie bereits erwähnt, ersetzt ein Garten keinen Spaziergang. Es kann für Notfälle oder für die letzte Erleichterung vor der Nacht dennoch eine Hundetoilette eingerichtet werden. Eine Ecke, die extra dafür da ist, dass euer Hund sie für sein Geschäft nutzen kann. Dass euer Hund aber auch genau dieses Stück benutzt, muss natürlich trainiert werden.
  • Lässt die Größe eures Gartens es zu, könnt ihr für mehr Spannung und Abenteuer zum Beispiel ein paar Schleichwege einbauen, mit Sträuchern, Hecken und Ecken durch die der Hund durchlaufen, etwas entdecken und erschnüffeln kann.
  • Durch Hindernisse, die für das Tier sicher sind, kann auch eine Art „Agility-Spielplatz“ gebaut werden.

Gefahren minimieren

Damit Hund und Mensch ihren Garten genießen können, sollten für unsere neugierigen Spürnasen einige Dinge gesichert beziehungsweise gemieden werden. Dazu zählen zum Beispiel:

  • Gartengeräte, an denen sich der Hund verletzen kann oder die auf ihn fallen können,
  • Dünger und Pflanzenschutzmittel sollten nicht genutzt oder sehr gut verstaut werden und
  • Pflanzen, die für Haustiere giftig sein können, sollten nicht im Garten wachsen. Eine schöne Auflistung findet ihr zum Beispiel hier: Giftpflanzen und Tiere

Lasst euren Hund trotz aller Sicherheitsvorkehrungen nicht unbeaufsichtigt im Garten und denkt für den Fall der Fälle an eine Haftpflichtversicherung sowie an die Registrierung bei TASSO.

2 Gedanken zu “Garten für Hunde – so gestaltest du ihn hundefreundlich

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