Happy End: Ängstliche Hündin Tijana hat ein Zuhause gefunden

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Hündin Tijana in ihrem neuen Zuhause. © Carina F.

Hündin Tijana ist ein sogenannter Angsthund. Trotzdem hat sie die Chance auf ein neues Zuhause bekommen. 

Hallo Liebe Tierfreunde,

wir sind Jamie und Nayeli zwei kleine Chihuahuas. Seitdem unser Kumpel Billy im Juni von uns gegangen ist, hat er ein riesen Loch hinter lassen. Unserer Menschenmama war klar, sie möchte den freien Platz einer Fellnase schenken, die in ihrem bisherigen Leben nicht das Glück hatte, ein liebevolles, warmes Für-Immer-Zuhause kennengelernt zu haben. Durch Zufall sind wir auf die shelta-Seite von TASSO gestoßen und haben uns sofort in die kleine Tijana verliebt.

Der Vermittlungstext in der Anzeige ließ unsere Menschenmama erschaudern, ihre traurigen und verängstigen Blicke auf den Bildern trieben ihr die Tränen in die Augen. Also war ziemlich schnell klar, dass Tijana zu uns nach Deutschland in das schöne Bayern kommen soll. Nach der schriftlichen Bewerbung ging alles ganz schnell, ein Telefonat und eine Woche später hatten wir schon den Termin zur Vorkontrolle, der positiv ausgefallen ist. Mensch hat Mama sich gefreut. Als dann noch die freudige Nachricht kam, Tijana hat noch einen freien Platz im Transport am 09.10.21 bekommen, war alles perfekt. Tijana kam um 5.45 Uhr in Augsburg an und wurde uns schließlich um 6:15 Uhr nach Hause gebracht.

Da war sie nun, die völlig verstörte, kleine, ängstliche Maus, sie zitterte am ganzen Körper und ihr Gesichtsausdruck schrieb Bände. Nachdem wir uns dann erst noch einmal hingelegt hatten, begann Punkt 11 Uhr Tijanas neues Leben. Sie war in einem ziemlich ungepflegten Zustand, also schnitt ich ihr erst einmal die Krallen und das Fell unter den Ballen. Nach einem ausgiebigen Bad und wohl verdientem Futter durfte die Kleine ihre Umgebung erkunden. Leider war sie so extrem ängstlich, dass sie sich nicht bewegt hat. Wir wollten dann einen kleinen Spaziergang machen, damit Tijana die Möglichkeit hat sich zu lösen, doch wurde daraus ein Spazierentragen. Tijana hatte so unbeschreibliche Angst, wollte sich überall verstecken wo ihr eine Möglichkeit geboten wurde. Ans lösen war gar nicht zu denken. Also brach ich den Spaziergang ab und sie durfte sich auf ihren selbst ausgesuchten Platz legen und zu Ruhe kommen. Die erste Nacht verlief sehr ruhig, Tijana hat die ganze Nacht durchgeschlafen.

Sonntag Morgen war sie schon ein bisschen entspannter und ich dachte mir, ich gehe mit den Hunden hinters Haus, damit Tijana sich in Ruhe lösen kann, doch sie erstarrte wieder zur Salzsäule, sodass ich nach 5 Minuten abgebrochen habe. Ich habe die Tierschutzorganisation über ihr Verhalten informiert und wurde beruhigt. Es sei völlig normal, wenn sich Hunde nicht gleich lösen, das machte mir Hoffnung. Der Sonntag verlief soweit ruhig und ohne weitere Vorkommnisse.

Montag dann das freudige Ereignis, Tijana verließ ihren Platz unterm Tisch und ging ins Schlafzimmer, um sich auf der Pipimatte zu lösen. Gott, mir fiel ein Stein vom Herzen und ich war glücklich. Tijana war sichtlich unsicher und ihr Blick erwartete wohl Konsequenzen, denn sie klemmte ihre Rute zwischen die Beine, machte sich noch kleiner als sie schon ist und verzog sich sofort wieder auf ihr Kissen. Was hat diese kleine Hundeseele nur in ihrem Leben durchmachen müssen, will ich das überhaupt wissen?!

Heute Morgen wurde ich von Tijana schon freudig begrüßt und man merkt, wie die Kleine allmählich in der Wohnung auftaut, Fressen und Trinken klappt sehr gut und Leckerlis findet sie richtig toll. Ich bin froh, mich für eine Seele aus dem Tierschutz entschieden zu haben. Auch wenn es mit extrem viel Arbeit, Geduld, Zeit und Liebe verbunden ist, würde ich es immer wieder tun. Ich danke allen, die an der Adoption beteiligt waren, für eure Arbeit, für das Vertrauen und natürlich für die kleine Tijana und freue mich auf weitere Abenteuer mit der Maus.

Alles Liebe Caru mit Jamie, Nayeli & Tijana

Bild und Geschichte eingesendet von #TASSOCommunity: © Carina F.

13 Gedanken zu “Happy End: Ängstliche Hündin Tijana hat ein Zuhause gefunden

  1. Ich habe mittlerweile meinen 4ten. Auslandshund und habe es noch nie bereut, mich für ein Tier aus der Tötungsstation entschieden zu haben. Eigentlich wollte ich kein Tier mehr in mein Herz lassen. Denn ich habe 3 mal schmerzlichen Abschied nehmen müssen. Aber ich schaffte es nicht. Ich sah sie im Internet auf der Seite der Tiernothilfe. ( Luna2 Slowakei ) Dieser Blick von ihr traf mich mitten ins Herz. Dann am 28.05.22 war es soweit. Sie kam bei mir zuhause an. Ich musste weinen. Dort stand eine zitternde mit eingeklemmt Rute, stark abgemagertete arme Hundeseele. Ich stand da und habe die ganze Zeit nur geflüstert um sie nicht zu verschrecken. Sie schaute mich nur an und folgte mir in die Wohnung. Ich weiß, dass war kein Zufall Luna die mittlerweile Lotti heißt war das Schicksal. Liebe auf den ersten Blick. Sie wich mir nicht mehr von der Seite und folgte mir überall hin. Da wo ich bin ist auch Lotti, so wie Sherlock Holmes und Dr. Watson. Allerdings hat sie von Anfang an panische Angst vor Männern. Bei Frauen ist es nicht ganz so schlimm. Auch hat sie in 4 Monaten 6 Kilo zugenommen. Lotti und ich sind ein Dream Team und wir werden jeden Tag aufs neue daran arbeiten ihre Ängste zu verringern. Ich wünsche mir, mit Lotti gemeinsam alt zu werden. Ich bin 64 und Lotti geschätzte fast 3. Aber wäre sie nicht bei mir, wo wäre sie vielleicht jetzt???

    • Liebe Andrea, danke, dass du Lotti ein Zuhause gegeben hast. Auch wenn es sicherlich nicht einfach war und ihr wahrscheinlich immer „an ihren Ängsten“ arbeiten werdet – es lohnt sich. Und ihr werdet bestimmt eine ganz tolle gemeinsame Zeit haben. Wir wünschen euch alles Liebe.

  2. Wir haben die 10.Hündin aus dem tierschutz, und alle waren und sind uns ans Herz gewachsen. Am meisten ins Herz geht uns eine 17 1/2 jährige Schäferhündin, die ihre letzte Zeit im Kreise der Familie verbringen sollte. 8 Wochen war sie bei uns, und was am meisten weh tut, wir glauben, daß dies ihre schönsten Wochen ihres Lebens waren.
    Wir hatten immer schon erwachsene hunde bzw. ältere Hunde aufgenommen. Ja, der Tod ist immer sehr schwer und die Trauer immens. Es war uns aber auch immer ein Trost, daß es wieder einen Platz gab für eine andere arme Socke. Und nein- wir haben uns nie an die Trauer gewöhnt.
    Leider wird unsere Hündin (13 Jahre), wegen unseres Alters, die Letzte sein, wir hoffen aber, daß sie noch ein paar Jahre mit uns verbringen wird.
    All diese Hunde hatten ihr Köfferchen mit gebracht, aber wir haben diese zusammen mit viel Liebe und Geduld ausgepackt.
    Wir möchten nicht einen dieser Hunde missen.

  3. Daumen hoch für jedes aus dem Tierheim adoptierten Tier!
    Ich selbst habe zwei Racker aufgenommen: einer hier aus Deutschland und einer aus Ungarn. Beide nicht ganz ohne Probleme, aber ich möchte keinen der Beiden missen! Auch wenn man sich in den Heimen sehr bemüht hat, so ist ein Zuhause doch etwas anderes!
    Ich wünsche jedem Tierhalter viel Glück und Freude mit seinen Lieblingen!

  4. Ich habe seit Mai 2020 eine Hündin aus Bulgarien.
    Sie war für einen Tierschutzhund von Anfang an erstaunlich problemlos.
    Natürlich hatte auch sie ihre „Macken“, z. B. nach dem essen verstecken und nicht ansprechbar sein.. Mittlerweile hat sich das alles gegeben und mit viel Ruhe, Liebe und Geduld hat sie sich zu einer tollen selbstsicheren Hündin entwickelt.
    Ich bereue es absolut nicht, nach zwei Rassehunden vom Züchter eine Fellnase vom Tierschutz zu mir genommen zu haben. Ein Zuchthund kommt für mich nicht mehr in Frage.
    Ich wünsche euch allen ganz viel Freude mit euren Lieblingen!
    Gaby und Sonnenschein Romy

    • Toll, dass du einem Tier aus dem Tierschutz ein Zuhause gegeben hast und sie sich von Anfang an wohl bei dir gefühlt hat. Euch noch viel Spaß.

  5. Eine sehr anrührende Geschichte, die hoffentlich auch anderen Menschen den Mut gibt, sich um solche Tiere zu bemühen. Deren Dankbarkeit für ein endlich schönes und entspanntes Leben ist so unendlich groß! Danke!

  6. Hallo – wir haben seit Nov. 21 eine Hündin aus dem Tierschutz – sie sitzt heute noch gerne unterm Tisch, hat sich aber sonst ganz positiv entwickelt und vieles angenommen. Die Hundeschule klappt nicht so gut – vielleicht auch wegen mir, aber wir sind dran. Sorge bereitet mir ihre Vorliebe für den Souterrain, wo sie gerne und oft im Bad oder Flur liegt, hoffentlich entwickelt sie sich trotzdem zum Familienhund. Sie ist eine zauberhafte Diva namens Funny und ist jetzt 16 Monate alt.

    • Hallo Christiane, mit Geduld, Zeit und Vertrauen kann man mit seinem Vierbeiner vieles schaffen. Wirklich toll, dass du dran bleibst. Wir wünschen euch alles Gute.

  7. Wir haben schon den 3. Hund aus dem Ausland; jeder hatte ein Trauma aber unsere jetzige Hündin,ein Schäferhund-Mischling aus Rumänien, ist ein absoluter Angsthund. Vorallem Männer und Kinder sind ihr gar nicht geheuer. Wir haben sie jetzt fast 2 Jahre und sie hat sich sehr positiv entwickelt. Dass sie mittlerweile zu mir und auch anderen Personen so ein Vertrauen aufgebaut hat, das ist der größte Dank für all die Zeit, Geduld und Liebe die es gebraucht hat. Es ist so traurig, dass es überall so böse Menschen gibt, die so arme Seelen quälen. Ich habe es nie bereut, solche verstörten Hunde zu uns genommen zu haben, im Gegenteil, sie sind so dankbar wenn sie erst einmal Vertrauen gefasst haben.

    • Wie toll, dass sich deine Hündin so gut entwickelt und nun auch Vertrauen hat. Wir hoffen, das geht weiter so aufwärts und wünschen euch noch eine schöne gemeinsame Zeit.

  8. Liebe Caru,
    es ist sehr schön einen Beitrag wie den ihren zu lesen. Leider gibt es viel zu wenig Menschen wie Sie die ihr Leben mit Tieren teilen die andere achtlos hinterlassen.
    Wir haben eine ähnliche Erfahrung mit einer Katze aus dem Tierheim gemacht und freuen uns täglich wie sie sich entwickelt hat.

    Ich wünsche Ihnen alles Gute und viel Freude mit Ihren Tieren.

    Viele Grüße
    Regina

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