Happy End: Hund Keno darf nicht zum „Wanderpokal“ werden

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Hund Keno, ehemals Wolf, von Tierheimleben in Not e.V., zog bei Meike E. zuerst nur als Pflegehund ein. Doch als sie sich kennenlernten, wusste Meike, dass Keno bei ihr bleiben muss, um eine Chance für ein normales Leben zu bekommen.

Keno kam mit vier Jahren zunächst als Pflegehund zu mir. Er war erst sehr lieb, ein wenig überfordert vom Leben in einer Wohnung. Er sollte die ersten Tage zur Ruhe kommen und ankommen. Nach wenigen Tagen ist er angekommen und ab da begann die schwierige Zeit. Plötzlich beanspruchte er alles für sich und versuchte seine Interessen mithilfe seiner Zähne und Beißkraft durchzusetzen. Für mich war dies sehr schmerzhaft, aber ich zögerte nicht lange, seinen Schutzvertrag anzufordern und ihn zu übernehmen. Ich wusste, dieser Hund wird entweder sehr schwer vermittelt oder aber zum Wanderpokal, was für diesen Hund fatal gewesen wäre. Er scheint in seinem Leben nicht viel kennengelernt zu haben, Narben rund um seinen Hals lassen auf Kettenhaltung schließen. Er hat offensichtlich ein Deprivationssyndrom, lernt unheimlich langsam und unbeständig, hatte anfangs große Schwierigkeiten Ruhe zu finden. Die Futteraggression habe ich rausbekommen, auch das Zubeißen beim Bürsten wenn es ziept, ist fast vollständig überwunden. Nur die Leinenaggression ist geblieben, auch wenn wir kontinuierlich daran arbeiten und auch schon Fortschritte erzielt haben. Er trägt zur Sicherheit, da er bei Fremdhundekontakt zu Übersprungshandlungen neigt, einen gut sitzenden Maulkorb, der ihn in keinster Weise beeinträchtigt. Ganz im Gegenteil, er ermöglicht ihm an einer 5m Leine zu laufen und im Freilaufgebiet mit fremden Hunden in Kontakt zu treten, ohne dass von ihm eine große Gefahr ausgeht.

Abschließend möchte ich sagen, auch Problemhunde sind ganz tolle Hunde, wenn man weiß wie man mit ihnen umgehen muss.

Ich liebe meinen Keno wie er ist und freue mich über jeden noch so kleinen Fortschritt.

Liebe Grüße von Keno und Meike

3 Gedanken zu “Happy End: Hund Keno darf nicht zum „Wanderpokal“ werden

  1. Unser Bruno kommt auch aus dem Tierschutz und er ist unser Ein und Alles…ein Schäferhundmischling, also auch nicht besonders klein.
    3 Jahre war er im Tierheim, muss sehr schlimmes bei den Menschen erlebt haben, bevor er ins Tierheim dort gebracht wurde – er hat Angst vor Männern (den meisten jedenfalls), Angst vor Kindern (Angst vor Kindern mit Stöcken noch mehr!) – aber in den 3 Jahren haben wir im schon zeigen können, dass nicht alle Menschen böse sind und ihm Böses wollen. Auch bei Kindern ist er nicht mehr so verschreckt. Es wird – mit viel Liebe!
    Wir wünschen Euch von Herzen alles erdenklich Gute und viel Zufriedenheit und Liebe dazu!

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