Haustier zieht ein – Tipps für einen guten Start

Katze liegt auf einem Teppich.

Wenn ein neues Haustier einzieht, gibt es einiges zu beachten. Foto: Melanie Reichert

Die Vorfreude ist groß, wenn sich künftige Tierhalter dazu entschließen, ein neues Haustier aufzunehmen. Doch bevor der Gang ins Tierheim ansteht, sollten wichtige Fragen geklärt werden, damit der neue Lebensabschnitt für Tier und Mensch gut startet.

Denn wird ein Tier zu schnell und unüberlegt angeschafft, landet das Haustier wohlmöglich wieder im Tierheim oder wird im schlimmsten Fall sogar einfach ausgesetzt. Damit das nicht passiert, sollten einige Dinge unbedingt geklärt werden.

Tipps für einen guten Start mit dem neuen Haustier

Seid Ihr Euch schon einig, welches Haustier es werden soll? Hund, Katze oder doch lieber ein Kleintier? Falls nicht, können Euch diese Tipps dabei auch helfen, den  tierischen Mitbewohner auszuwählen, der zu Euch und Eurem Alltag passt.

Tierleben lange Verantwortung

Seid Euch bewusst, dass Haustiere eine langfristige Entscheidung sind, die eine jahrelange Verantwortung mit sich bringen. Hunde und Katzen können je nach Rasse um die 20 Jahre alt werden. Auch bei Kleintieren wie Kaninchen oder Meerschweinchen sind 10 Jahre nicht unüblich.

Kann eine tiergerechte Haltung gewährleisten werden?

Eine der wichtigsten Fragen ist, ob Ihr dem Tier das Zuhause bieten könnt, das es braucht? So ist bei Hunden und Katzen wichtig, dass genügend Platz und Zeit zum Austoben, Spielen und Laufen vorhanden sein muss. Soll die Katze zum Beispiel Freigang haben? Dann sollte das Zuhause nicht an einer starkbefahrenen Straße liegen. Lebt Ihr mit dem Hund in der Stadt? Dann sollten ausreichend Spaziergänge und Aktivitäten im Grünen stattfinden. Aber auch Kleintiere wie Kaninchen, Meerschweinchen und Vögel brauchen genügend Auslauf- bzw. Flugfläche. Denn oft wird die Kleintierhaltung unterschätzt: Bedenkt, dass Meerschweinchen und Kaninchen niemals alleine gehalten werden dürfen. Das bedeutet, das Gehege muss groß genug sein.

Passt ein Tier in mein Leben?

Jedes Tier hat unterschiedliche Bedürfnisse und diese wollen erfüllt werden. Das bedeutet auch, dass die Aufnahme eines Haustieres den Alltag verändert. Ein Tier aufzunehmen bedeutet Arbeit: Ist man in der Lage, regelmäßig mit dem Hund rauszugehen? Hat man die Zeit, das Kleintiergehege oder das Katzenklo sauberzumachen? Denkt auch weiter in die Zukunft: Wer kümmert sich um das Tier, wenn die Familie in den Urlaub fahren möchte? Kann der Hund mitkommen? Und wer betreut die Katze oder die Kleintiere in dieser Zeit? Sollte für diese Zeit beispielsweise eine Tierpension in Frage kommen, sind das zusätzliche Kosten, die auf einen zukommen.

Finanzen nicht vergessen

Meist gilt: Umso größer das Tier, desto höher der Unterhalt. Klärt vor der Anschaffung deshalb unbedingt, ob Ihr das Tier auch finanziell stemmen könnt. Denn über die Jahre fallen viele Kosten an. Zum Beispiel für:

  • Anschaffung
  • Futter
  • Ausstattung wie Körbchen, Kratzbaum, Gehege
  • Regelmäßige Tierarztbesuche
  • vielleicht sogar eine Krankenversicherung

Auf das Leben des Tieres hochgerechnet, kann so ein stattliches Sümmchen in Hohe von mehreren tausend Euro zusammenkommen.

Gibt es Allergien?

Weiterhin sollte unbedingt geklärt werden, ob bei einer Person die mit im Haushalt lebt, eine Haustierallergie vorliegt. Sollte es nicht ganz klar sein, kann der Hautarzt einen Test auf eine mögliche Allergie machen.

Vermieter und Haustiere

Gerade dann, wenn man zur Miete wohnt, sollte vorab mit dem Vermieter geklärt werden, ob und wenn ja, welche Tiere gehalten werden dürfen. Dies hängt meist von der Tierart ab und ist stets unterschiedlich. Die Erlaubnis zur Tierhaltung sollte schriftlich im Mietvertrag hinterlegt werden. Auf keinen Fall sollte ein Haustier heimlich angeschafft werden, denn das kann ein friedliches Zusammenleben mit Nachbarn & Co. stören.

Mut zum Notfalltier

Sind alle Fragen geklärt und der Entschluss steht fest, dass ein toller tierischer Begleiter einzieht, sollte der erste Weg auf jeden Fall in den Tierschutz führen. Schaut doch mal beim Tierheim in Eurer Nähe vorbei oder werft einen Blick ins Online Tierheim shelta von TASSO e.V. Denn hier warten tausende Tierschutztiere auf ein neues Zuhause. Und vielleicht habt Ihr auch die Möglichkeit, einem sogenannten Notfalltier eine Chance zu geben. Denn vor allem alte, kranke oder Tiere mit einem Handicap warten lange, bis sie von liebevollen Menschen aufgenommen werden.

2 Gedanken zu “Haustier zieht ein – Tipps für einen guten Start

  1. Danke für diese sinnvollen Tipps! Wir haben genau so unsere neue Katze einquartiert. Sie war zwar Trubel gewöhnt – sie hatte jahrelang in einer Katzenpension gelebt und war den täglichen Trubel gewohnt und muss auch eine sehr liebevolle Katzenbetreuung erfahren haben. Unsere Miez ist dagegen nicht so glücklich über den Neuzugang gewesen. Letzten Endes kuscheln die zwei jetzt jedoch und sind keine Sekunde mehr getrennt – ich bin sehr erleichtert!

    Ganz liebe Grüsse und weiter so Tasso!

    -Pia

    • Hallo Pia, das ist toll, dass sich die beiden Samtpfoten jetzt lieben. Wir wünschen Euch weiterhin viel Spaß! LG, Dein shelta-Team

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