Katzenverhalten: Können Katzen schwimmen?

Nicht alle Katzen sind wasserscheu. Foto: (c) MIH83/Pixabay

Nicht alle Katzen sind wasserscheu. Foto: (c) MIH83/Pixabay

Eigentlich sind viele Katzen sehr mutige Tiere. Sie erkunden tapfer die Welt, stellen sich Gefahren, springen aus hohen Höhen. Doch wenn sie Wasser sehen, machen die meisten Katzen einen großen Bogen. Doch warum ist das eigentlich so? Und können Katzen überhaupt schwimmen?

Warum mögen Katzen kein Wasser?

Um die wichtigste Frage von vornherein zu beantworten: Ja, Katzen können an sich von Natur aus schwimmen. Befindet sich eine Katze im Wasser, zum Beispiel in einem See, wird sie zügig zum Ufer schwimmen, um hier schnellstmöglich rauszukommen. Katzen schwimmen übrigens genau wie Hunde – mit dem Kopf über Wasser und paddeln mit allen vier Pfoten.

Doch warum meiden die meisten Katzen das Wasser? Wir haben für Euch mögliche Gründe gesucht und gefunden.

  • Die Vorfahren der Katze kommen aus der Wüste, wo es wenig Wasser gibt. Daher mussten sie ihre Schwimmfähigkeiten kaum einsetzen und haben ihr Schwimmverhalten eben nicht weiter entwickelt.
  • Das Fell saugt sich mit Wasser voll und wird dann schwer für die sonst leichten Tiere. Zudem wird nasses Fell schnell kalt, sodass die Katze auskühlen kann. Das ist sehr unangenehm und das Fell verliert seine übliche Funktion.
  • Das Wasser überdeckt den Eigengeruch der Katze. Und der ist für die Vierbeiner doch so wichtig, zum Beispiel um mit anderen Artgenossen zu kommunizieren und ihr Revier zu markieren etc. Anschließend müsste der Eigengeruch mühevoll durch das Putzen wieder hergestellt werden.
  • Vielleicht hat die Katze auch schlechte Erfahrungen mit Wasser gemacht. So sieht man im Internet leider oft, dass Katzen zum Baden gezwungen werden oder Wasserspritzer zum Beispiel auch als Bestrafung eingesetzt werden. Dann ist die Abneigung gegen Wasser ja nachvollziehbar.

Wann kann Wasser für Katzen gefährlich werden?

Auch wenn sich Katzen problemlos über Wasser halten können, gibt es dennoch einige Situationen in denen Wasser für Vierbeiner gefährlich werden kann. Nämlich dann, wenn sie nicht mehr herauskommen. Die Gefahr ist beispielsweise groß bei Badewannen, in Swimmingpools und andere Dinge, die einen abgerundeten und rutschigen Rand haben. Sollte die Katze da mal reinfallen, besteht die Gefahr, dass sie es aus eigener Kraft nicht mehr raus schafft. Zwar kann sie sich sicherlich eine Zeit lang über Wasser halten, doch irgendwann lässt ihre Kraft nach und die Katze ertrinkt.

Daher sollten Gewässer wie Teiche, Regentonnen, Swimmingpools etc. entsprechend gesichert werden beziehungsweise ein Ausgang in Form eines Brettes reingestellt werden. Sodass ein Tier im Notfall auch alleine wieder rauskommt.

 

Kann man Katzen ans Wasser und Schwimmen gewöhnen?

Es ist ja nicht jede Katze wasserscheu. So gibt es einige Rassen, die theoretisch sogar sehr gerne ins Wasser gehen. Dazu gehören unter anderem die Norwegische Waldkatze, Maine Coon oder Sibirische Katze.

Wenn die Katze bereits von klein auf ans Wasser gewöhnt ist, kann sie im Erwachsenenalter vielleicht weniger dagegen abgeneigt sein. Außerdem sind auch unsere Samtpfoten individuell – manche mögen Wasser und manche eben nicht.

Wie ist das bei Eurer Katze? Ist sie auch ziemlich wasserscheu?

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