Katzenverhalten: Warum Katzen nachts aktiv sind

Warum lassen dich Katzen nachts nicht schlafen_Katze auf Kopfkissen_(c) Micharesa Czok

Viele Katzen sind ziemliche Frühaufsteher. Katze liegt auf einem Kopfkissen. Foto: Micharesa Czok

Kratzen an der Schlafzimmertür, toben auf dem Bett oder lautes Miauen um vier Uhr morgens. Viele Katzenhalter kennen dieses Verhalten ihrer Samtpfote oft nur zu gut. Wenn der Tag der Katze schon nachts beginnt, macht sie sich gerne auch bei ihren Haltern bemerkbar. Doch warum lässt sie ihren Menschen nicht schlafen? Und warum wollen die Vierbeiner so früh schon beschäftigt werden? Wir haben dieses typische Katzenverhalten mal etwas unter die Lupe genommen.

Sind Katzen nachtaktiv?

Jein, Katzen sind von Natur aus dämmerungsaktiv. In den frühen Morgen- und späten Abendstunden gehen die Samtpfoten auf die „Jagd“, weil zu dieser Zeit auch ihre potentielle Beute aktiv ist. Sie folgen einfach ihren natürlichen Instinkten.

Katzen schlafen durchschnittlich etwa 16 Stunden am Tag, mit einigen Unterbrechungen fürs Spielen, Toben, Putzen und natürlich Fressen. Sie haben also ihren ganz eigenen Rhythmus. Ist der Mensch tagsüber auf der Arbeit, schläft und ruht die Katze in dieser Zeit viel. Abends beziehungsweise nachts ist sie natürlich dann in Höchstform und will die Zeit jetzt mit ihrem geliebten Menschen verbringen.

Lebt die Katze schon lange bei ihrem Menschen, dann passen einige Tiere ihr Schlaf- und Wachverhalten dem ihrer Halter an. Oft ist das vor allem bei reinen Wohnungskatzen der Fall.

Doch was tun, wenn die Katze nachts überhaupt keine Ruhe gibt?

Tipps, wenn Euch Eure Katze den Schlaf raubt

Wenn Eure sonst liebenswerte Katze zur nächtlichen Terrorkatze wird, dann hat es meist einen Grund. Es wäre ja eine gemeine Unterstellung zu behaupten, dass Katzen das aus reiner Freude machen würden. 😉

Langeweile: Den ganzen Tag hat die Katze geschlafen, kurz mit ihrem Menschen gespielt und dann ist schon wieder Schlafenszeit. Das reicht der Mieze natürlich nicht. Spielt mit der Katze vor dem Schlafengehen, lasst sie sich so richtig austoben, damit sie müde wird. Das ist vor allem wichtig, wenn es eine Wohnungskatze ist. Freigänger haben tagsüber mehr Möglichkeiten sich draußen auszupowern.

Hunger: Katzen haben ja bekanntlich immer Hunger und der Napf ist auch immer leer. Sollte Euch Eure Mieze regelmäßig früh morgens aus Hunger wecken, dann füttert sie vor dem Schlafengehen nochmal und stellt eine kleine Ration für die Nacht hin.

Aufmerksamkeit: Ist Eure Katze viel alleine? Vielleicht ist sie eher ein geselliges Tier, das sich einen Katzenkumpel wünscht. Dann können sich die beiden Tiere gegenseitig (auch nachts) bespaßen, putzen und zusammen kuscheln.

Regeln: Warum ist nachts die Schlafzimmertür zu und tagsüber nicht? Vielleicht fragt sich das ja auch Eure Katze und will Eure Nähe spüren, wenn Ihr schlaft. Wenn Ihr das nicht möchtet, heißt es für Euch: Bleibt bei Euren Regeln konsequent und gebt nicht nach, wenn Mieze nachts an der Tür kratzt und rein will. Allerdings sollte diese Regel auch am Tag für Euer Tier gelten. Oh ja, es ist ziemlich anstrengend eine vor der Tür mauzende Katze zu ignorieren. Doch das „falsche“ Verhalten, das Ihr abtrainieren möchtet, sollte nicht belohnt werden, in dem Ihr die Katze dennoch ins Zimmer lasst.

Freigänger: Ist Eure Katze ein abenteuerlicher Freigänger? Dann solltet Ihr Euer Tier über Nacht wieder ins Haus holen. So steht Eure Katze dann nicht plötzlich um zwei Uhr nachts vor dem Fenster und will rein.

Vielleicht kehrt mit diesen Tipps ja etwas mehr Ruhe bei Euch ein. Katzen sind eigensinnige Tiere und vielleicht ist Eure ja einfach auch nur ein ziemlicher Frühaufsteher. Und vielleicht werdet ihr ja durch Eure Katze ebenfalls zum Frühaufsteher und genießt in Zukunft gemeinsam die schönen Morgenstunden.

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