Mit Hund im Dunkeln – Tipps fürs Gassigehen

Mit Hund im Dunkeln - Tipps fürs Gassigehen

Von Lisa F., shelta-Team

Da ist er wieder, dieser Herbst. Und mit ihm die ständig drohende Dunkelheit, die mich zwingt, meinen Tag genau zu planen, um meiner kleinen Hündin Dotty möglichst viele und ausgiebige Spazierrunden im Hellen zu ermöglichen. Leider klappt das nicht immer und so manches Mal geraten wir doch in die Dunkelheit – vor allem dann, wenn wir uns dafür entscheiden, noch ein bisschen länger draußen zu bleiben.

Dunkelheit gleich Leinenpflicht für Dotty

Um meinen flinken kleinen Jagdhund-Mix dann zu schützen, kommt sie an die Leine, sobald es dunkel wird und natürlich erst recht, wenn wir an der Straße unterwegs sind. Selbstverständlich trägt Dotty dann auch ein Leuchtie, also eine Art leuchtenden Reifen um den Hals, wie es sich für den Hund von Welt gehört. Mittlerweile sind es sogar drei. Eines ist irgendwie immer verschwunden oder der Akku ist im falschen Moment leer. Wie bei allem sind wir also auch hier doppelt und dreifach ausgestattet. Zwar reicht es meiner Meinung nach auf Feldwegen noch aus, sie auf diese Art sichtbar zu machen, im Verkehr ist mir das aber zu wenig. Zumal sie wirklich ziemlich klein und so erst recht schwer zu sehen ist. Deswegen hat Dottys Geschirr zusätzlich reflektierende Nähte und seit dem vergangenen Jahr habe ich auch eine reflektierende Leine. Sie ist also mal wieder top ausgestattet.

Sichtbarkeit auf beiden Seiten

Und das andere Ende? Da ist der leuchtende Hund, die leuchtende Leine und dann? Dann folgt nur noch ein schwarzes Nichts. So gut meine Hündin zu sehen ist, so schwer fällt es mir, das für mich selbst möglich zu machen. Meine Winterjacken sind alle eher dunkel, Blue-Jeans und Wanderschuhe sind auch nicht gerade prädestiniert, im Dunkeln aufzufallen und da ich meist keine Tasche dabei habe, gibt es auch nichts, an dem ich Reflektoren befestigen könnte. Was also tun?

Natürlich könnte ich mir eine Jacke kaufen, die den Anforderungen gerecht wird und anständig reflektiert. Aber da Dotty mich eigentlich fast immer im Alltag begleitet, bin ich auf unseren Runden nicht immer in „Hunde-Montur“ unterwegs. Gerade im Winter gehen wir gerne direkt nach der Arbeit eine Runde, bevor es richtig dunkel wird. Immer in einer „unstylischen“ aber gut sichtbaren Jacke umherlaufen? Das schaff ich nicht. Da ist die Eitelkeit doch zu groß und dazu habe ich auch schon zu viele tolle Wintersachen.

Nach dem ersten Winter im Dunkeln habe ich mir leuchtende Bänder gekauft, die man an den Ärmeln oder Knöcheln befestigen kann. Ein Leuchthalsband für den Menschen sozusagen. Tolle Sache, leuchtet super. Passt nur leider ums Verrecken nicht um meinen Arm, wenn dieser in einer dicken Winterjacke steckt. Im dritten Winter gab es Snap-Reflektorbänder, die ich ebenfalls an Arme und Beine klemmen kann. Geht besser. Über der Fake-Daunen-Jacke ist es immer noch etwas eng, aber die Richtung stimmt schon mal. Diesen Winter fühle ich mich nun gut ausgerüstet. Nachdem ich zunächst geplant habe, mir einfach eine zweite reflektierende Leine zu besorgen, die ich mir umhänge, bin ich nun mit einer reflektierende Weste zufrieden. Eine Warnweste wäre natürlich auch eine Option gewesen, in meinem Fall sind es jedoch „nur“ reflektierende“ Bänder ohne Stoff dazwischen, die ich einfach über jede Jacke ziehen kann. Das ist super, denn das passt in jede Tasche und zur Not sogar mal in die Jackentasche. Ich kann mich also hoffentlich jederzeit mit wenigen Handgriffen von einer normalen Passantin in eine sichtbare Hundehalterin verwandeln.

 

Ach ja, auch eine Taschenlampe ist ein sehr praktisches Accessoire. Die hilft nicht nur dabei, im Dunkeln Unebenheiten zu erkennen und Schlaglöchern auszuweichen, sondern ist auch oft eine unerlässliche Hilfe bei der Suche und Entsorgung der Hinterlassenschaften meines Hundes.

Ich hoffe mit allen Hilfsmitteln meinen Ansprüchen an Sichtbarkeit im Herbst gerecht zu werden. Ja, Dotty und ich sehen sicher ein bisschen aus, als sei irgendwo die Weihnachtsdekoration zum Leben erweckt und entlaufen, aber Hauptsache wir werden bei Dunkelheit im Verkehr gesehen. Trotz allem werde ich auch in diesem Jahr versuchen, Dotty und mir so viel Tageslicht wie möglich zu gönnen und das ganze Equipment nur im Notfall zu verwenden.

16 Gedanken zu “Mit Hund im Dunkeln – Tipps fürs Gassigehen

  1. Sehr sinnvoll ! Mir gefällt der Artikel auch sehr gut, zum einen von den Tipps, zum anderen von der angenehmen Schreibweise. Weiter so und Danke !

  2. Wo gibt’s denn diese Reflektorstreifen? Bitte um einen Tipp!

    Lola ist perfekt mit Leuchtie ausgestattet, aber Frauchen ist unsichtbar.

    • Hallo Jutta, meinst Du diese Weste? Die kann man im Internet kaufen. Google doch mal „reflektierende Weste“, dann werden Dir auch schon viele Anbieter angezeigt. LG, Dein shelta-Team

  3. Ich nutze relativ viel von sich aus selbstleuchtende Leinen, beziehungsweise hat meine Flexileine eine Taschenlampe und die kurze Leine leuchtet auch. 1 unserer Flexileinen hat auch ein reflektierendes Band, sowieso das Geschirr an den Nähten. Wenn ich mit Rucksack unterwegs ist dieser auch beleuchtet damit man uns von hinten erkennen kann und da ich einen langhaar Hund habe, reichen Leuchthalsbänder nicht aus, sie trägt an den Seiten am Geschirr Leuchties damit ich sie auf dem Feld erkennen kann und dann ein kleines Blinki und an der Brust am Geschirr ist auch ein kleines Leuchtie angebracht. Bei nicht leuchtenden Leinen bringe ich ein Blinki mit Karabiner an einem der Ringe an, damit niemand über die Leine fällt und weiß das neben mir noch was läuft. Außerdem haben wir für die Fußgelenke Leuchtende Bänder und für Regentage einen neu angeschafften reflekiterenden Regenschirm von Tchibo und auch die Schleppleinen nur mit Reflekorstreifen im Dunkeln, sowie der Snackdummy, damit niemand drüber fallen kann. Unsere Bälle leuchten zum besseren Finden überrinngs auch…. Safety First…. (vielleicht ein bisschen übertrieben, aber ein schwarzer 36 kg Hund mit viel Fell und eigene Unfallerfahrungen mit schlecht beleuchtenden Fußgängern und Radfahrer sensibilisieren einen ein bisschen)

    • Hallo WoDi, die Weste findet man bei verschiedenen Anbietern im Internet. Wenn Du zum Beispiel „reflektierende Weste“ googelst, werden Dir schon einige Ergebnisse angezeigt. LG

  4. Wir haben ein Leuchtehalsband, /USB aufladbar, das find ich sehr praktisch. Das Teil war individuell zu kürzen und ich hab es etwas länger gelassen und schließe es hinter dem Geschirr. Ach, blöd zu beschreiben, jedenfalls geht es dann auch noch über die Schultern und verschwindet nicht im Fell vom Hund. Wir leuchten ziemlich hell wie ich finde 🙂

  5. Ich gehe mit meinem Dackelchen Fellow möglichst im Hellen und beleuchtete Wege und Straßen früh morgens und abends. Immer mit Leine und einem blinkenden Leuchtie. Ich selbst trage Schuhe mit Leuchtsohlen. Eine Taschenlampe ist immer dabei und wird auch eingeschaltet als Warnsignal, besonders bei entgegenkommenden Radfahrern. Ich habe auch Winterstiefel mit blinkenden Einsetzen, die mag mein Hund nicht so, denn sie bewegen sich! Aber nach einiger Zeit hat er sich dran gewöhnt.

  6. So ist es bei mir auch! Mein Dackel Fellow muss abends an die Leine, daran ein blinkendes Leixhtie, weiterhin Taschenlampe, da werden auch mal Fahrradfahrer kurz angeleuchtet. Ich trage Stiefel mit Leuchsohlen oder solche mit reflektierenden Einsetzen.
    Meistens aber versuchen wir, noch im Hellen zu gehen und auf der Straßenseite, wo die Lampen sind. Dunkle, unbeleuchtete Wegen mögen wir beide nicht!

  7. Da ich mit meinen 2 Nasen beide Hände voll habe, kaufte ich mir kürzlich eine Stirnlampe. Super Sache! Einfach über die Mütze oder auch direkt am Kopf zu tragen. Lichtintensität kann variiert werden.
    Gibts für den kleinen Geldbeutel auch bei Tchibo!

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