Schwer vermittelbar? Tierschutztiere mit dem gewissen Extra

Schwer vermittelbare Tierschutztiere

Notfalltiere, Tiere mit Handicap u. v. a. haben eine Chance auf Glück verdient. Foto: © Lukas Baumert/Pixabay

„Vielleicht kommt ja heute mein Mensch und nimmt mich in mein neues Zuhause … “ Habt Ihr Euch schon mal vorgestellt, dass das die Gedanken von einem Tier sein könnten, das gerade im Tierheim darauf wartet, endlich in sein neues Leben zu starten? Leider warten viele sogenannte „schwer vermittelbare“ Tierschutztiere oft lange, bis sie adoptiert werden.

Doch wieso eigentlich? Und was bedeutet überhaupt „schwer vermittelbar“? Die häufigsten Gründe, warum ein Tierschutztier lange auf sein Zuhause wartet, haben wir für Euch aufgelistet.

Gründe, warum manche Tierschutztiere schwer zu vermitteln sind

Handicap

Tiere mit Handicap sind offensichtlich „anders“. Ihnen fehlt vielleicht ein Bein, sie sind blind oder haben eine andere körperliche Beeinträchtigung. Doch in der Regel können auch Handicap-Tiere ein völlig normales Leben führen. Es ist auf jeden Fall eine Herausforderung, sich und seine Umgebung zum Beispiel auf ein blindes Haustier anzupassen. Doch hat man den Dreh raus, klappt auch der Alltag prima.

Senior-Tiere

Ältere Hunde und Katzen haben den Ruf gebrechlich und krank zu sein, die im Alter hohe Kosten verursachen und mehr Pflege benötigen. Nun ja, mit Sicherheit gibt es graue Schnauzen, die nicht mehr so aktiv sind, wie in ihren jungen Jahren und wahrscheinlich kommt das ein oder andere Wehwehchen hinzu. Sie aber gleich so aufs Abstellgleis zu stellen ist jedoch falsch. Viele tierische Senioren sind noch ziemlich fit und passen ideal ebenfalls zu älteren Menschen oder Familien, die mit ihren tierischen Begleitern entspannte Abende und Spaziergänge genießen möchten.

Notfalltiere

Tierschutztiere werden als Notf(e)älle bezeichnet, wenn sie zum Beispiel traumatisiert sind, gewisse Ängste und Verhaltensauffälligkeiten etc. zeigen. Jedes Tier hat eine Vorgeschichte, die wir oft leider nicht kennen und wahrscheinlich haben einige Tiere aus dem Tierschutz auch etwas Negatives erlebt. Doch genau diese Tiere brauchen auch eine Chance, damit sie mit Geduld, Training und Liebe etwas Positives erfahren. In der Regel kommt nach einer Zeit auch ein ganz anderes Tier zum Vorschein: glücklich, voller Power, verschmust und von anfänglichen Ängsten ist kaum noch etwas spürbar.

 

Schwarzes Fell

Wie? Weil ein Tier schwarzes Fell hat, findet es schwieriger ein neues Zuhause? Leider ja. Oft warten schwarze Hunde und Katzen viel länger darauf adoptiert zu werden, weil Menschen sie mit Unglück, Pech oder etwas Negativen verbinden. Natürlich ist das unsinnig. Die Farbe des Fells hat weder was mit dem Charakter des Tieres oder anderen negativen Vorfällen zu tun.

Rasseliste

American Staffordshire-Terrier, Kangal, Mastiff oder Rottweiler sind sogenannte Listenhunde, die nur aufgrund ihrer Zugehörigkeit sehr schwer vermittelt werden können und dadurch leider oft ihr Leben lang im Tierheim bleiben. Hier gibt’s die Hundeverordnungen der einzelnen Bundesländer.

All diese „schwer vermittelbaren“ Tierschutztiere können meist ein genauso normales Leben führen. Ihre körperlichen Beeinträchtigungen stören sie selbst meist am wenigsten. Und haben sie den richtigen Menschen an ihrer Seite, können sie sich weiterentwickeln. Tiere mit dem gewissen Extra haben schließlich mindestens genauso viel Liebe und Dankbarkeit zu geben, wie „normale“ Tiere und sollten auf keinen Fall übersehen werden.

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