Tipps: Mit dem Hund an den See

Mit dem Hund an den See_Hund springt ins Wasser

Im See können sich Vierbeiner bei heißen Temperaturen spielerisch abkühlen. Foto: © Rosi Detjens

Sommerzeit ist Badezeit. Und was gibt es da Schöneres als einen Ausflug an den See. Alles ist gepackt und in wenigen Minuten soll es losgehen. Doch halt! Was ist mit dem Hund? Gerne würdet Ihr Euren vierbeinigen Freund mitnehmen, schließlich ist er ja ein Familienmitglied und nicht nur wir freuen uns bei heißen Temperaturen über eine Abkühlung. Nein, auch Euer Hund. Doch je länger Ihr darüber nachdenkt, desto mehr fragt Ihr Euch wahrscheinlich, was Ihr beim Baden mit Eurem Vierbeiner zu beachten habt. Was soll mitgenommen werden? An welchen Seen ist das Schwimmen mit Hunden überhaupt erlaubt? Und wie verhaltet Ihr Euch richtig am See?

Im Allgemeinen lässt sich sagen, dass ein Ausflug an den See durchdacht und geplant werden muss, damit es Eurem Vierbeiner stets gut geht. Im Nachfolgenden haben wir für Euch ein paar Tipps zusammengestellt, damit der Ausflug an den See zum vollen Erfolg wird.

Temperaturschocks beim Baden vermeiden

Natürlich ist Euer Hund sehr aufgeregt und will sofort ins kühle Nass springen. Dies solltet Ihr allerdings verhindern, da gerade bei heißen Sommertagen der Kreislauf, wie beim Menschen auch, durch den plötzlichen Temperaturwechsel arg beeinträchtigt werden kann. Gewöhnt Euren Hund langsam an das kühle Wasser, indem Ihr ihn erst mit den Pfoten ins Wasser lasst. Nach und nach kann er sich dann weiter ins Wasser vorwagen. Natürlich ist diese Vorgehensweise praktisch nicht so leicht umzusetzen. Daher ist es wichtig, dass Ihr Euren Vierbeiner stets beobachtet. So könnt Ihr feststellen, ob sich der Gesundheitszustand verändert. Zusätzlich solltet Ihr auch auf Muskelverkrampfungen achten, da kaltes Wasser auch zu solchen Beeinträchtigungen führen kann.

Gefahren im und unter Wasser

Ihr kennt es bestimmt von Euren Eltern: „Du gehst nicht mit vollem Magen schwimmen! Du wirst untergehen!“ Bei Euren Hund kann dies auch wirklich passieren. Der volle Magen kann zu Schwächezuständen und Ohnmacht führen. Zudem kann der Druck des Wassers auf den Bauch so groß sein, dass der gesamte Mageninhalt nach oben geschoben und gegen die Herzspitze gedrückt wird. Auf diese Weise kann der Hund schnell an Kraft verlieren. Falls Euer Hund gerne im Wasser tobt, bitte achtet darauf, dass der Magen leer ist, da es sonst zu einer Magendrehung kommen kann. Falls sich der Gesundheitszustand Eures Vierbeiners in irgendeiner Weise verschlechtert, sollte sofort ein Tierarzt aufgesucht werden, da gerade bei einer Magendrehung jede Sekunde zählt.

Zudem wissen viele Hundehalter nicht, dass die Aufnahme von zu viel Wasser zu einer Wasservergiftung führen kann. Es tritt relativ selten auf, führt aber häufig zum Tod. Daher achtet bitte darauf, dass Euer Vierbeiner nicht zu viel Wasser im See aufnimmt. Durch die Verdünnung der Körperflüssigkeiten und durch den Verbrauch des Natriums werden die Nerven- und Muskel-Funktionen sowie der Blutdruck beeinträchtigt. Eine Wasservergiftung breitet sich schnell aus. Übelkeit, Verlust der Koordination, erweiterte Pupillen, leichte Gummi-Farbe, Schwierigkeiten beim Atmen, Anfälle und der Verlust des Bewusstseins können die Folge sein. Deshalb gilt auch hier: sofort zum Tierarzt!

Neben gesundheitlichen Aspekten warten auch einige Gefahren unter Wasser auf Eure Vierbeiner. Beim Spielen im See kann es schnell passieren, dass Euer Hund durch Steine ins Stolpern kommt und sich dadurch die Pfoten und Beine verletzt. Außerdem solltet Ihr auf Wasserpflanzen achten. Schnell kann Euer Hund hängen bleiben und durch panisches Verhalten untertauchen. Darüber hinaus empfiehlt es sich, auch auf Halsbänder zu verzichten, da Eure Hunde beim Planschen damit ebenfalls hängenbleiben können.

 

Nach dem Schwimmen

Nachdem Ihr Euren Hund mit einem saugfähigen Handtuch abgetrocknet habt, solltet Ihr Euch an einen schattigen Platz zurückziehen. Ihr vermeidet so nicht nur einen Sonnenbrand bei Euch, sondern auch bei Eurem vierbeinigen Freund. So kann er auf einer weichen Unterlage entspannt die Umgebung beobachten. Zudem stellt ihm bitte ausreichend Wasser zur Verfügung, damit Euer Hund nicht dehydriert und auch nicht die ganze Zeit aus dem See trinkt, dessen Wasserqualität Ihr nicht kennt. Wir empfehlen Euch auch, den Hund anzuleinen. Man weiß ja nie, was den kleinen Vierbeiner erschrecken kann. Außerdem fühlen sich andere Badegäste dadurch weniger gestört.

Tipps: Mit Hund am Badesee [Grafik]

Badeseen für Hunde

Nach diesen Tipps stellt sich für Euch sicher die Frage: „Wo kann ich denn überhaupt mit meinem Hund baden gehen? Bei mir ist überall Hundeverbot!“ Ja, das ist leider richtig. An vielen Badeseen herrscht absolutes Hundeverbot. Aus verschiedenen Gründen dürfen Vierbeiner oft nicht zum Baden mitgenommen werden. Doch es gibt Ausnahmen. In fast allen Bundeländern gibt es Seen, wo Eure Vierbeiner herzlich willkommen sind. Wir haben die Schönsten zusammengefasst.

  • Baden Württemberg

Tumlinger See und Gifiz See

  • Bayern

Untreusee, Tegernsee, Forggensee, Hopfensee, Ammersee, Dennenloher Stausee, Marloffsteiner Tongrube, Riegsee, Rothsee, Altmühlsee, Kleiner Brombachsee

  • Berlin

Grundewaldsee

  • Brandenburg

Bötzsee, Rangsdorfer See, Bernsteinsee, Flakensee

  • Bremen

Hemelinger See

  • Hamburg

Hohendeicher See, Falkensteiner Ufer

  • Hessen

Baggerloch Bebra, Twistesee, Edersee, Diemelsee, Helminghausen

  • Mecklenburg-Vorpommern

Müritz, Tollensesee

  • Niedersachsen

Oldenstädter See, Eixer See, Steinbruchsee

  • Nordrhein-Westfalen

Glörtalsperre, Sechs-Seen-Platte, Kemnader See, Höhenfelder, Eyller See, Auesee,  Tuttenbrocksee

  • Rheinland Pfalz

Leider haben wir keine Seen gefunden, wo das Baden mit Vierbeinern offiziell erlaubt ist.

  • Saarland

Leider haben wir keine Seen gefunden, wo das Baden mit Vierbeinern offiziell erlaubt ist.

  • Sachsen

Cospudener See, Schladitzer See, Talsperre Pöhl 

  • Sachsen-Anhalt

Leider haben wir keine Seen gefunden, wo das Baden mit Vierbeinern offiziell erlaubt ist.

  • Schleswig-Holstein

Ratzeburger See, Großer Plöner See

  • Thüringen

Leider haben wir keine Seen gefunden, wo das Baden mit Vierbeinern offiziell erlaubt ist.

Weitere Informationen zu den einzelnen Seen findet Ihr hier: Hundefreundliche Seen. Haben wir einen tollen Badesee für Hunde vergessen? Dann hinterlasst doch einen Kommentar und wir werden ihn in unsere Liste aufnehmen.

Wir wünschen Euch und Euren Vierbeinern viel Spaß im kühlen Nass!

Ein Gedanke zu “Tipps: Mit dem Hund an den See

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