Typisch Katze

Was ist typisch Katze_Zwei Katzen spielen im Garten_(c)-Hanne-Hubert

Typisch Katze: Meckert, dass sie Hunger hat, obwohl der Napf doch noch voll ist. Ist immer so früh wach und weckt auch ihren Menschen. So könnte man die Liste mit typischem Katzenverhalten weiterführen. Doch warum machen unsere Samtpfoten das überhaupt? Um uns zu ärgern?!

Eher nicht! Welches Verhalten sonst noch „typisch Katze“ ist und was dahinter stecken könnte, das haben wir in unserer „Typisch-Katze-Liste“ zusammengefasst.

8 Verhaltensweisen, die typisch Katze sind

  1. Warum spielen Katzen gerne mit laufendem Wasser?

Wer kennt nicht die Videos, in denen Katzen den Wasserhahn aufmachen, um dann mit dem fließenden Wasser zu spielen, es zu trinken oder sich sogar darunter zu legen. Einerseits ist es die große Neugier der Katzen: Sie finden fließendes Wasser einfach spannend. Auf der anderen Seite finden viele Katzen dieses frische Wasser geschmacklich besser, als abgestandenes oder im Napf gefülltes Wasser. Deswegen können auch sogenannte Katzenbrunnen hilfreich sein, wenn der Stubentiger zu wenig trinkt.

  1. Katze schubst alles runter

Und plumps! – wird das Glas auf dem Tisch mit der Pfote weggestoßen. Auch wenn wir es glauben, tun unsere Miezen das nicht aus Böswilligkeit. Ein Grund könnte dafür ebenfalls ihre Neugier sowie ihr „Jagdinstinkt“ sein. Was ist das für ein Ding? Mit der Pfote und diesem „Spielen“ prüfen Katzen, ob es eine mögliche Beute sein könnte. Ein weiterer Grund könnte aber auch Langeweile sein, die vor allem bei Wohnungskatzen aufkommen kann: denn Katzen brauchen Beschäftigung. Und Aufmerksamkeit, die sie von uns Menschen bekommen, wenn sie Dinge runterwerfen. Tipp: Versuche deine Katze mit Versteckspielen, Katzenangeln etc. zu beschäftigen.

  1. Der Napf ist halbvoll, aber die Katze will das einfach nicht fressen

Ein lautes Maunzen und ein kritischer Blick auf den Futternapf. Möchte uns die Katze wieder sagen, dass sie damit unzufrieden ist? Ja. Denn Katzen haben einen sensiblen Urinstinkt: Dinge, die nicht gut sind oder giftig sein können, nicht zu fressen. Es kann sein, dass zum Beispiel beim Futter die Rezeptur umgestellt wurde, was dem Tier nicht gefällt. Deswegen mögen Katzen das Futter, was sie sonst immer gefressen haben, auf einmal nicht mehr. Außerdem haben die Tiere einen feinen Geruchssinn. Liegt das Futter eine Zeit lang im Napf (weil Katzen eher langsame Esser sind und auch kleinere Portionen essen, lassen sie oft etwas übrig), ist es für die Mieze nicht frisch genug. Ein weiterer Grund kann auch die Beschaffung des Napfes sein. Ist er zu tief und zu schmal, kommt die Katze mit ihren sensiblen Schnurrhaaren dran und frisst deshalb das Futter nicht auf. Tipp: Versucht es doch mal mit einer flachen Schale.

Natürlich sollte im Vorfeld ausgeschlossen werden, dass die Katze eine Krankheit hat oder an Zahnschmerzen leidet.

  1. Warum spielen Katzen gerne Verstecken?

Sich verstecken, ruhig in einer Position verharren und auf die potenzielle „Beute“ warten, das gehört zum Jagdinstinkt der Katzen. Schon als Kitten entwickeln sie dieses Spielverhalten. Damit trainieren sie auch ihre Bewegungskoordination. Heute jagen Wohnungskatzen aber eher ihre Katzenkumpels oder Spielmäuse. Außerdem haben sie im Versteck ihre Ruhe, können alles beobachten und sich vor möglichen Gefahren schützen. Auch das ist ein Grund dafür, dass unsere Katzen sich gerne verstecken.

  1. Katze sitzt immer auf eurem Platz

Du hast einen Lieblingsplatz auf dem Sofa? Und du sitzt meist auf dem gleichen Stuhl? Genau diese Plätze sind oft auch die Lieblingsplätze deiner Katze. Sie mag deinen Geruch und fühlt sich dir näher. Und wenn du das Plätzchen vorher schön aufgewärmt hast, dann ist es dort umso kuscheliger.

  1. Die Katze ist ein ziemlicher Frühaufsteher

Katzen sind von Natur aus dämmerungsaktiv. Denn in den frühen Morgen- und Abendstunden gehen sie auf die „Jagd“, weil ihre potenzielle Beute ebenfalls in dieser Zeit unterwegs ist. Daher sind viele Katzen meist in der Früh und vor dem Schlafengehen sehr aktiv und wollen Action beziehungsweise Futter.

  1. Katze „massiert“ gerne

Dieses Verhalten nennt man auch Treteln oder Milchtritt. Das kennen die Tiere bereits aus ihrer Kittenzeit, da treteln sie zum Beispiel an der Zitze ihrer Mutter, um schneller an die Milch zu kommen. Im Erwachsenenalter ist es dann meist ein Zeichen, dass sie sich wohl und geborgen fühlen. Außerdem werden beim Treteln Pheromone an den Pfotenballen abgegeben. Damit markiert die Katze zum Beispiel ihren Menschen und sagen aus: „Dich mag ich, du gehörst zu mir.“ Genieße es, wenn dich deine Mieze „massiert“, es ist ein liebevolles Kompliment.

  1. Katze setzt sich mit ihrem Hintern auf dein Gesicht

Auch wenn es sich nicht so anfühlt, aber auch das ist ein Liebesbeweis deiner Samtpfote. Damit zeigt sie dir ihre intimste und geruchsintensivste Stelle. Katzen heben zum Beispiel ihren Schwanz, um ihren Menschen ihre Freude und Vertrautheit zu zeigen.

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Typisch Katze der shelta-Community

Wir haben auf Facebook auch die shelta-Communty gefragt, was typisch für ihre Katze ist. Einige lustige Antworten haben wir mal hier aufgelistet:

  • Du rufst die Katze, keine Reaktion. Stundenlang ist sie einfach unsichtbar. Dann knisterst du mit der Chips-Tüte und plötzlich sitzt sie wie aus dem Nichts neben dir.
  • Kläglich mauzend vor der Haustür sitzen, weil Katze in den Garten will. Katze wird rausgelassen. Zwei Sekunden später sitzt die Katze wieder mauzend auf dem Fensterbrett und möchte wieder rein. Ein endloses Katz-Mensch-Spiel.
  • Dinge mit der Pfote runterschubsen und erstaunt gucken „Oh, war ich das etwa?“
  • Alles, was mit der Pfote angetatscht wurde, gehört der Katze.
  • Der Mensch muss ins Badezimmer begleitet werden, sonst geht er verloren.
  • Morgens die Pfote auf das Gesicht des Menschen legen, um dann mit voller Maunz-Stimme Bescheid zu geben, dass Katze am Verhungern ist.
  • Wenn der Kater sich auf die Fernbedienung legt und dem Menschen mit vorwurfsvollem Blick mitteilen möchte: „Muss das Ding genau da liegen, wo ich mich ausruhen möchte?“

11 Gedanken zu “Typisch Katze

  1. Unsere Katze (8 Jahre alt) ist beim Fressen sehr wählerisch. Am liebsten würde sie nur Trockenfutter fressen. Da macht sie auch keine Probleme. Aber da sie nur sehr selten an den Wassernapf geht, soll sie zusätzlich auch Nassfutter fressen.
    Billiges Supermarktfutter geht garnicht, weshalb wir nur noch hochwertiges getreidefreies kaufen. Aber auch da möchte sie zu jeder Malzeit etwas anderes, so dass wir viele verschiedene Sorten haben und immer wechseln müssen. Bekommt sie eine Sorte nach ihrer Meinung zu oft, reihert sie sie aus, und zwar gkeich neben oder in den Futternapf hinein. Auch wenn sie sie vor zwei Wochen noch gern gefressen hat. Das passiert ziemlich häufig und zwar immer, wenn wir sie zwingen etwas zu fressen, was sie nicht will, d.h. ihr keine zweite oder dritte Sorte oder aber Trockenfutten anbieten.
    Wir haben die ganz starke Vermutung, dass sie es bewusst tut, um uns mitzuteilen, dass wir sie gewissermaßen „vergiften“, wenn wir ihr nichts anderes geben.
    Sie hat uns also wunderbar „im Griff“.
    Ist das möglich, dass eine Katze auf diese Art versucht, ihren Willen durchzusetzen?
    Wir haben auch ganz feste Futterzeiten. Oft will sie aber außerhalb dieser Zeiten fressen, bettelt pausenlos, obwohl sie gerade gefressen hat. Fast immer sind wir konsequent, aber sie scheint keine innere Uhr zu haben.
    Kann das daran liegen, dass sie als Baby ohne Mutter aufgefunden wurde und mit der Flasche aufgezogen werden musste?
    Sie nuckelt auch mit Milchtritt an meinem Ärmel.

    Wir haben noch eine zweite Katze. Die hat sich wunderbar an die Zeiten gewöhnt und frisst fast alles.

  2. Unsere Katze Bailey schläft bei mir im Bett. Mal am Fussende oder auf meinen Beinen, gelegentlich unter der Decke an mich oder an mein Gesicht gekuschelt. Und sie kann so wunderbar laut schnurren.
    Auch ins Badezimmer lässt sich mich nicht alleine gehen.
    Außerdem liebt sie Kartons und probiert aus, ob sie dort hinein passt.

  3. Habe seit 6 Monaten eine jetzt 2-jährige Main Coon, hat nur beim Züchter gelebt. Ich denke, sie wurde nicht gut sozialisiert, da sie noch kein einziges Mal geschnurrt hat. Ich lese ihr jeden Wunsch von den Augen ab, sie mag auch nicht kuscheln. An das tägliche Bürsten hat sie sich gewöhnt. Meine leider verstorbene einfach zugelaufene Katze war ein richtiger Schmuser, das fehlt mir jetzt sehr. Was kann ich machen? Würde ein Besuch bei einem „Katzen Psychologen“ helfen?

  4. unsere Polly, weiß, dass wir wissen wo ihr Leckerli steht. Wir sind beide über 70 sie beugt vor falls wir was vergessen. Die jüngere Nicki auch schon zarte 12 Jahre war lange bei der Mutter (Streunerin) und hat sich nie auf uns Menschen sozialisiert. Sie hat ja Polly als Ersatzmama, da ihre Mama überfahren wurde. Beide haben sich gesucht und gefunden, wenn sie auf der Couch liegen sieht man nicht wo eine anfängt und die andere aufhört. Dennoch kommt sie nach mittlerweile 11 Jahren und lässt sich streicheln.

    • Hallo Sonja, weil die Kommentare von uns erst geprüft, beantwortet und dann freigeschaltet werden. Daher erscheinen diese nicht sofort unter dem Beitrag. LG, dein shelta-Team

  5. Unser Kater Balu versteckt sich gerne. Ich muss ihn schon mehrmals rufen bis er sich zeigt. Er packt alles an holt Papierschnipsel oder Flaschen deckelchen vom Tisch und spielt damit.
    Unsere kleine Kitzy tretet schnurrend, wenn mein Sohn und ich auf der Couch sitzen (zwischen uns.) Wir streicheln sie dann. Das mag sie gerne

    Unsere Akira schläft gerne bei mir im Bett. Sie schmiegt sich an meine Beine und morgens bekomme ich zuerst einen leichten Tatscher ins Gesicht. Wenn ich nicht gleich aufstehe, miaut sie stark. Sie ist die erste am Fressnapf.

  6. Unser Kater Balu versteckt sich gerne. Er sitzt gerne auf dem Tisch und dann nimmt er die Pfote und wirft Papierschnipsel etc. herunter. Dann springt er hinterher und spielt. Unsere Kitty tretet, wenn mein Sohn und ich auf der Couch sitzen, zwischen uns beiden. Wir streicheln sie dabei. Akira schläft im Bett bei mir. Morgens tätschelt sie mich an den Arm.

  7. Eine unserer Katzen zeigt uns täglich wo ihr Leckerli steht. Obwohl es hoch oben im Regal steht.

    Die älteste Katze lässt sich nur im Bett streicheln und rückt dann sehr nah an uns ran.

    Die wilde Katze vom Tierschutz blinzelt mich an und kommuniziert so mit uns, dass sie zufrieden ist

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