Wandern mit Hund

Wandern mit Hund_(c) Doris-Leuckert

In der Natur mit dem Hund wandern zu gehen, macht Spaß und stärkt die Mensch-Tier-Beziehung. Foto eingesendet von TASSO-Community: Doris Leuckert

In der Natur zu wandern hält fit und ist ein guter Ausgleich für unseren meist doch recht stressigen Alltag. Wer einen Hund hat, der kann seinen Vierbeiner dabei natürlich mitnehmen.

Wenn ihr mit eurem tierischen Liebling wandern geht, sollten aber unbedingt einige Dinge beachtet werden, damit es eurem Hund bei der Wanderung gut geht und er auch Spaß hat.

Kann ich mit meinem Hund wandern gehen?

Ob und wie lange du mit deinem Hund wandern kannst, hängt natürlich von deinem Vierbeiner ab, von seiner Fitness, seinem Alter sowie seinem Gesundheitszustand. So sollten zum Beispiel sehr junge Hunde und Welpen nicht auf lange Wanderungen gehen, da die Belastung für die jungen Tiere noch zu hoch ist. Auch bei älteren Hunden sollte darauf geachtet werden, ob und wie sie in der Lage sind, eine Wanderung mitzumachen.

Außerdem sollte dein Hund auch die wichtigsten Grundkommandos beherrschen, um unterwegs für niemanden ein Risiko zu sein. Damit eure Wanderung für euch entspannt bleibt, seid ihr idealerweise ein eingespieltes Team.

Muss ich meinen Hund für eine Wanderung trainieren?

Du machst mit deinem Hund ja in der Regel bereits längere Spaziergänge oder bist mit ihm am Wochenende auch mal ausgiebiger unterwegs. Das sollte für eine „normale“ Tageswanderung bei einem jungen und gesunden Hund reichen. Je öfter du ausgedehnte Spaziergänge und (kurze) Wanderungen machst, umso fitter wird dein Hund und kann auch mal eine längere Wanderung mitmachen.

Planst du eine mehrtätige Tour, macht es natürlich Sinn, deinen Vierbeiner an längere Strecken zu gewöhnen. Wichtig zu beachten ist, dass die Wanderung an die Kondition deines Hundes angepasst ist und das Tier bei allem Eifer nicht überfordert wird.

Das solltest du bei einer Wanderung mit Hund dabei haben

Wir haben auf Facebook auch mal die shelta-Community gefragt, was sie beim Wandern mit ihrem Vierbeiner auf jeden Fall dabei haben.

Tipps von der shelta-Community:

  • Immer genügend frisches Wasser, für Tier und Mensch
  • Leckerlis, je nach Länge der Tour auch Futter
  • Kotbeutel
  • Leine und bequemes Geschirr (denkt daran, die TASSO-Plakette zu befestigen)

Außerdem sollten sich im Wandergepäck auch noch folgende Dinge befinden:

  • Erste Hilfe-Set (Zeckenzange, Verbandsmaterial, Desinfektionsmittel etc.)
  • Handtuch
  • Maulkorb (je nach Gebiet)

Daran solltest du auch denken

  1. Denke an ausreichend Pausen für deinen Vierbeiner. Auch wenn er noch sehr aktiv ist und nicht den Eindruck von Müdigkeit macht, solltest du dafür sorgen, dass es gar nicht erst soweit kommt. Denn Hunde „powern“ sich aus und überschätzen sich, sodass sie dann einfach platt sind und im schlimmsten Fall nicht mehr weiter können.
  2. Auf jeden Fall sollte eine hundefreundliche Wanderstrecke ausgesucht werden. Das bedeutet: Strecken mit gefährlichen Stellen (zum Beispiel sehr schmalen Wegen mit Sturzgefahr) meiden. Steile oder steinige Wege sind für den Hund genauso anstrengend wie für den Menschen, sollten aber kein Problem sein.
  3. Idealerweise nicht bei starker Hitze wandern gehen und im Sommer auch Wanderwege mit Schatten wählen.
  4. Solltest du beim Wandern deinen Hund füttern, gönne ihm anschließend eine ausreichende Verdauungspause, da ein zu voller Magen träge macht und es bei einem sehr aktiven Hund zu einer Magendrehung kommen könnte.
  5. In einigen Naturschutzgebieten herrscht Leinenpflicht. Vor allem an Kuhweiden sollte dein Hund an die Leine, damit sie keine Gefahr für Weidetiere werden und vor allem auch sie geschützt sind. Denn Muttertiere haben einen starken Beschützerinstinkt und können auf die Vierbeiner „losgehen“. Auch wenn viele Jogger oder Radfahrer unterwegs sind, ist dein Vierbeiner an der Leine besser aufgehoben.
  6. Ist dein Tier bei TASSO registriert? Sind deine Kontaktdaten auch aktuell, damit dich die Kollegen aus der TASSO-Notrufzentrale auch im Ernstfall erreichen können?

Wandern mit Spaß

Wenn dein Hund mitwandern kann und du einige Vorbereitungen getroffen hast, genießt einfach die gemeinsame Zeit in der Natur. Denn das gemeinsame Wandern ist eine Bereicherung für Mensch und Tier und schweißt euch als Team noch mehr zusammen. Und nebenbei könnt ihr vielleicht auch noch das eine oder andere Kommando trainieren, dein Hund kann sich in einem Bach erfrischen, neue Gerüche entdecken und seine Freiheit (natürlich nur dort, wo der Hund gefahrlos auch ohne Leine laufen kann) genießen.

Für noch mehr Erlebnisse mit deinem Vierbeiner, haben wir hier 15 Ideen für dich gesammelt: Bucket-List mit Hund

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