Wie viel Beschäftigung und Auslastung brauchen Haustiere?

Hund und Katze beschäftigen_Maria Pannenberg

Hin und wieder brauchen auch Haustiere Abwechslung und Beschäftigung. Foto: Maria Pannenberg

Immer wieder hört und liest man, dass es wichtig ist, seine tierischen Lieblinge auszulasten. Doch was bedeutet das eigentlich, warum brauchen Hunde und Katzen artgerechte „Auslastung“? Wobei Auslastung wahrscheinlich das falsche Wort ist. Richtiger wäre zu sagen, dass Hund und Katze hin und wieder Beschäftigung und Abwechslung im Alltag benötigen, damit sie ihren natürlichen und artspezifischen Instinkten folgen können und keine Langeweile aufkommt.

Katze beschäftigen

Freigänger erleben ihre Abenteuer draußen: Sie schlendern durch ihr Revier, beobachten ihre Umgebung, lauern möglicher Beute auf, machen ein Schläfchen in der Sonne und erkunden immer wieder neue Ecken in ihrer Gegend = Auslastung genug! Reine Wohnungskatzen hingegen haben nicht die gleichen Möglichkeiten und benötigen aktive Beschäftigung mit dem Menschen oder Artgenossen, damit sie sich nicht „dauerlangweilen“.

Die meisten Katzen spielen unheimlich gerne:

  • Auf einem Kletterparcours oder Kratzbaum oder mit Fangspielen können sich Katzen so richtig austoben.
  • Fürs Köpfen eignen sich zum Beispiel Fummelspiele, die die Neugierde der Stubentiger wecken. So kann zum Beispiel in einem Karton ein Ball oder Futter versteckt werden, den die Katze mit ihren Pfoten herausbekommen muss.
  • Auch mit Clickertraining wird das Köpfchen gefördert und man kann gemeinsam ein paar Tricks erlernen.
  • Aber auch das gemeinsame Spielen ist sehr wichtig, zum Beispiel Bällchen werfen oder Katzenangel fangen. Hier findet Ihr weitere Spielideen für Katzen.
  • Ist Euer Stubentiger ein geselliger Typ, kann auch ein Katzenkumpel sinnvoll sein. Die beiden können gemeinsam spielen, toben, schmusen und voneinander lernen.

Wichtig: Katzen sind individuelle Tiere und nicht jede Samtpfote will einer Stoffmaus hinterherjagen. Vielleicht mag Eure Katze eher entspannte Fummelspiele oder beobachtet lieber stundenlang am Fenster das Treiben draußen. Daher solltet Ihr die Vorlieben Eurer Miezen kennen und diese entsprechend unterstützen.

Hunde „auslasten“ und beschäftigen

Wie der Tag des Hundes abläuft, hängt auch ganz stark von seinem Menschen ab. Zwar geht Hund täglich mehrmals mit seinem Menschen raus, schnüffelt umher und spielt mit ein paar Hundekumpels auf der Hundewiese. Doch es gibt auch Vierbeiner, denen das nicht reicht. Daher können Tierhalter ihren Hunden immer mal wieder neue und spannende Aufgaben geben.

Mehr Aktivität für Hunde durch:

  • Verschiedene Spazierwege gehen, dabei vielleicht auch mal gemeinsam mit dem Hund balancieren oder andere „Hindernisse“ überwinden.
  • Gezielte Nasenarbeit ist eine willkommene Herausforderung für die meisten Hunde. Bietet Euren Hunden doch hin und wieder spannende Schnüffelspiele an. Aber Achtung: Das ist sehr anstrengend für Euren Hund, verlangt hier nicht zu viel. Und hier findet Ihr noch weitere Spielideen für Hunde.
  • Der Kontakt zu Artgenossen ist wichtig, so lernen die Vierbeiner soziales Verhalten und mit anderen Hunden zu kommunizieren.

Wann ist Beschäftigung genug?

Jetzt haben wir Euch einige Spiel- und Beschäftigungsideen aufgelistet, doch dabei soll man keinesfalls vergessen: Nicht jedes Tier benötigt täglich und stundenlang die „Auspowerdosis“. Genauso wichtig sind entspannte gemeinsame Zeit, Krauleinheiten und auch einfach mal Nichtstun.

Es gibt keine pauschale Formel, dass Hund oder Katze täglich 3 Stunden beschäftigt werden wollen. Wir Menschen wollen das schließlich auch nicht immer. Wichtig ist, dass man seinen tierischen Liebling nicht überfordert, sondern ihm einfach hin und wieder Abwechslung bietet. Meist zeigen es uns unsere Tiere, wenn sie Aufmerksamkeit oder Bespaßung wollen, und dann sollten wir darauf reagieren.

Ein Gedanke zu “Wie viel Beschäftigung und Auslastung brauchen Haustiere?

  1. Das kommt wohl auch auf die Rasse an und das Temperament jedes Hundes. Drei mal am Tag Gassi gehen? Irgendwann hat mir mein Hund ganz deutlich gezeigt, das will ich nicht. Lieber mal ein kurzes Suchspiel im Garten, Bällchen werfen, ein Intelligenzspiel mit Futter. Die Hauptsache, wir machen was gemeinsam. Joggen war noch nie sein Ding, eine Auslastung von zehn Minuten reicht, dazu zweimal am Tag eine Stunde Gassi, ab und zu Freunde treffen und überhaupt, die Hauptsache dabei. 🙂

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