Außengehege für Kleintiere

Außengehege Kleintiere_Meerschweinchen im Holzhäuschen_(c)pixabay

Auch Kleintiere können ganzjährlich im Außengehe leben. Meerschweinchen im Holzhäuschen (c) Pixabay

Auf der Wiese rumlaufen, vor sich hin buddeln, sich die Sonne auf den Pelz scheinen lassen und einfach die frische Luft genießen: das alles ist in einem Außengehege beziehungsweise Freigehege für Kleintiere möglich. Kleintiere wie Kaninchen oder Meerschweinchen genießen die Zeit draußen mit ihren Artgenossen und können sogar das ganze Jahr über im Garten leben.

Wenn Ihr Eurem kleinen tierischen Liebling den Traum vom Außengehege erfüllen möchtet, müsst Ihr jedoch auf einige Dinge achten. Denn dafür braucht Ihr auf jeden Fall genügend Platz im Garten.

Gewöhnung an das Leben draußen

Sollen Eure Kaninchen oder Meerschweinchen draußen leben? Dann ist es wichtig, dass Ihr sie schrittweise daran gewöhnt. Kleintierexperten empfehlen, dass die Tiere ab Frühjahr/Sommer, ca. ab 10°C Nachttemperatur, umgesiedelt werden. Werden die Tiere auch im Winter im Außengehege leben? Dann sollten sie früh genug umgesiedelt werden, je nach Wetterlage spätestens September/Oktober, damit sie auch die ersten kühleren Nächte bereits draußen verbringen und sich langsam an die sinkenden Temperaturen gewöhnen. Während dieser Zeit entwickelt sich bei den felligen Freunden ein dickes Winterfell, dass sie warm hält und schützt.

Außengehege und Auslauf müssen sicher sein

An erster Stelle steht natürlich die Sicherheit. Eure kleinen Tiere müssen unter anderem vor möglichen Feinden geschützt werden. Aber es ist auch wichtig, dass sie nicht einfach aus dem Gehege entwischen können. Daher sollte das Kleintiergehege unbedingt ein- und ausbruchssicher sein.

Da zum Beispiel Kaninchen richtige Buddel-Profis sind, muss beispielsweise das Außengitter tief genug in die Erde vergraben werden, so ca. 50 cm. Auch von oben sollte das Gehege mit festem Gitter abgesichert werden. Einige tolle Tipps, wie Ihr einen passenden Buddelschutz baut, findet Ihr zum Beispiel auf der Seite Kaninchenwiese: Gartengehege bauen – Buddelschutz im Kaninchenfreilauf

Achtet auch unbedingt auf die Größe der Maschen im Zaun, damit Marder & Co. nicht einfach durchpassen.

Außerdem solltet Ihr beachten:

  • Das Gehege sollte wetterfest und groß genug sein: Für Kaninchen gilt als Richtlinie ca. 6 qm für 2-3 Kaninchen und für Meerschweinchen etwa 4 qm für 3-4 Tiere.
  • Für jedes Tier solltet Ihr eine passende Schutzhütte beziehungsweise ein Häuschen bereitstellen, in die sich die kleinen Tiere jederzeit zurückziehen und sich so richtig gemütlich einnisten können. Wichtig ist, dass diese wettergeschützt und trocken ist und keine Zugluft eindringt.
  • Das Gehege sollte idealerweise so aufgebaut sein, dass die geschützte Behausung an den Auslauf grenzt und sich die Tiere frei bewegen können.
  • Auch weitere Unterschlupfmöglichkeiten und Rückzugsorte, die im Gehege und im Auslauf verteilt sind, sollten vorhanden sein.
  • Ihr könnt Euch hier auch kreativ austoben und für Eure Kleintiere ein paar tolle Beschäftigungsmöglichkeiten basteln, zum Beispiel abenteuerliche Tunnel, Bereiche mit Ästen zum Knabbern, etc.
  • Natürlich dürfen frisches Futter sowie genügend Stroh/Heu und frisches Wasser nicht fehlen.

 

Außenhaltung im Sommer

Wenn Ihr die Kleintiere nur im Sommer draußen halten möchtet, sollte das Gehege wie oben beschrieben ausbruchssicher und wettergeschützt sein. Außerdem müssen ausreichend Schattenplätze, Rückzugsmöglichkeiten, Verstecke sowie genügend frisches Wasser vorhanden sein. Mehr Tipps, worauf Ihr im Sommer unbedingt achten solltet: Kleintiere bei Hitze

Außenhaltung im Winter

Wenn Eure kleinen Lieblinge das ganze Jahr über, also auch im Winter, draußen leben sollen, müsst Ihr vor der kalten Jahreszeit noch zusätzlich ein paar Vorbereitungen treffen. Dazu zählt, das Gehege und die Schutzhütten mit einer Extraportion Stroh und Heu auszustatten, damit es sich die Kleinen schön kuschelig machen können. Der Unterschlupf sollte daher auch passend klein, aber nicht zu klein sein. Denn so können die Tiere ihre Behausung mit ihrer eigenen Körpertemperatur warmhalten.

In der kalten und feuchten Jahreszeit müsst Ihr vermehrt darauf achten, dass sich keine Feuchtigkeit bildet und dadurch Schimmel entsteht. Das bedeutet: Regelmäßig das Gehege kontrollieren, die Stellen entsprechend mit Stroh etc. neu eindecken und natürlich das regelmäßige Ausmisten nicht vergessen.

Trotz der kalten Monate brauchen Kaninchen und Meerschweinchen weiterhin ihren Auslauf. Denn sind sie aktiv, bleiben sie fit und halten sich so warm.

Das solltet Ihr unbedingt wissen! Wenn Ihr Eure Kleintiere das ganze Jahr über draußen habt, dürft Ihr sie nicht abrupt ins Haus holen. Denn starke Temperaturschwankungen bekommen den kleinen felligen Freunden nicht. Kranke und schwache Tiere sollten draußen nicht überwintern. Niemals allein: Kaninchen und Meerschweinchen sind gesellige Tier und benötigen für ihr Wohlbefinden unbedingt passende Artgenossen. Vor allem bei der Außenhaltung sollten beispielsweise Meerschweinchen in einer Gruppe von etwa vier Tieren leben.

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