Gassigehen mit Hund – Tipps für den Hundespaziergang

Gassigehen mit Hund_Tipps für Hundehalter_(c)Josephine Küppers

Spazierengehen mit Hund festigt auch die Mensch-Tier-Beziehung. (c) Josephine Küppers

Die tägliche Gassirunde mit dem Hund ist für Halter und Vierbeiner ein Muss. Doch sie bringt für Mensch und Tier auch viel Spaß und eine tolle gemeinsame Zeit.

Eine Anleitung zum Gassigehen mit Hund ist natürlich nicht notwendig. Aber es gibt durchaus ein paar Dinge, an die Hundehalter das ein oder andere Mal denken sollten. Wir haben mal ein paar Tipps und Fakten fürs Gassigehen mit Hund gesammelt.

Wie oft muss der Hund eigentlich raus?

Je nachdem, wie oft Dein Hund eben muss. In der Regel reicht es einem gesunden Vierbeiner aus, wenn er sich 3 bis 4 Mal am Tag erleichtern kann. Bei Welpen und jüngeren Hunden oder bei tierischen Senioren ist es meist öfter nötig. Wie lang oder kurz die Gassirunde ist, hängt unter anderem auch davon ab, wie alt oder aktiv Dein Hund ist, ob er tagsüber in der Wohnung in seinem Körbchen schläft, im Garten spielt oder sogar einen großen Hof zum Toben hat.

Aber beim Gassisgehen sollte es ja nicht nur darum gehen, dass Dein Hund sein Geschäft erledigen kann. Vielmehr soll Dein Vierbeiner dabei auch toben, schnüffeln, sich beschäftigen. Klar, nicht jede Runde muss ein Outdoor-Abenteuer sein, aber es ist wichtig, dass Du Deinem Hund immer wieder Abwechslung und Beschäftigung bietest.

Freilauf oder Leine?

Mal so richtig flitzen und toben geht am besten ohne Leine. Doch hier solltest Du unbedingt darauf achten,

  1. dass Dein Vierbeiner Freilauf gewohnt ist und auch auf Abruf kommt.
  2. dass Du Deinen Hund in Städten auch nur auf gekennzeichneten Grünanlagen und Zonen ohne Leine laufen lässt.
  3. dass Dein freilaufender Hund keine Gefahr für andere darstellt.
  4. dass in einigen Bundesländern in der Brut- und Setzzeit, die meist vom 01. April bis zum 15. Juli dauert, in der freien Landschaft (Wald, Wiesen, Felder, Grünflächen) die Leinenpflicht gilt. Wie das in den einzelnen Bundesländern geregelt ist, kannst Du meist auf der Website Deiner Stadt bzw. Gemeinde finden.

shelta-Tipp: Hört Dein Hund noch nicht sicher auf Deinen Rückruf oder hat er einen großen Jagdtrieb? Dann schau doch mal, ob es in Deiner Stadt nicht eine eingezäunte Freilauffläche für Hunde gibt. Dort kommen dann auch Vierbeiner auf ihre Kosten, die beim Thema Rückruf noch Nachholbedarf haben.

Wenn ein sicherer Freilauf nicht möglich ist, führe Deinen Hund auf jeden Fall an der Leine. Doch das ist natürlich kein Grund für weniger „Spaß“ beim Spazierengehen. Auch mit Leine kannst Du mehr tun als nur neben Deinem Hund zu gehen.

  • Übe mit Deinem Vierbeiner doch die Leinenführigkeit: Probiere verschiedene Längen aus, lasse Deinen Hund mal rechts und mal links laufen. So kannst Du auch nochmal genauer schauen, wann sich Dein Liebling an der Leine wohlfühlt und wann nicht.
  • Nutze doch auch eine Schleppleine. Damit sind spannende Schnüffelspiele möglich. Zudem kannst Du an der Schleppleine auch den Rückruf bei Deinem Hund üben.
  • Genieße aber auch einfach mal die Langsamkeit. Lasse Deinen Vierbeiner etwas länger schnüffeln und genieße die frische Luft.

Sei ein vorbildlicher Hundehalter

Wie ist das denn gemeint? Na, dass man zum Beispiel die Hinterlassenschaften seines Vierbeiners aufhebt, seinen Hund nicht unkontrolliert zu anderen Hunden laufen lässt und Rücksicht auf seine Mitmenschen und andere Vierbeiner nimmt. Klingt selbstverständlich, oder? Eigentlich schon. Ein paar Gedanken hat sich auch unsere Kollegin Lisa mal dazu gemacht: Sei ein vorbildlicher Hundehalter

Abwechslungsreiche Gassirunde

Es muss nicht immer die große Wanderung mit Deinem Hund sein. Auch eine „langweilige“ und entspannte Runde tut Mensch und Hund gut. Doch manchmal darf es auch etwas mehr sein, damit der gemeinsame Spaziergang ein Erlebnis für Zwei- und Vierbeiner wird. Mit ein paar kleinen Tricks kannst Du aus einer Gassirunde einen kleinen Abenteuerspaziergang machen.

  • Gehe auch mal andere Strecken mit unterschiedlichem Untergrund. So kann Dein Vierbeiner auch immer wieder neue Gerüche erschnüffeln.
  • Verstecke einen Dummy und lasse diesen Deinen tierischen Liebling suchen.
  • Baue beim Spaziergang doch ein paar Laufspiele ein.
  • Lasst den Hund auch mal zum Beispiel über umgestürzte Bäume balancieren oder über einen kleinen Bach hüpfen.
  • Zudem kannst Du beim Spaziergang auch ein paar Übungen und Kommandos üben und festigen.

TASSO Büroschnauze Frieda hat da noch ein paar Tipps für mehr Spiel und Spaß im Wald parat: Friedas Outdoor-Adventure

Was gehört in die „Gassitasche“?

Eigentlich nicht viel, doch ein paar Kleinigkeiten solltest Du auf jeden Fall dabei haben. Dazu zählen selbstverständlich Kotbeutel sowie Leine und Geschirr, wenn nötig ein Hundemantel, Leckerlis und eventuell ein Spielzeug/Ball/Dummy. Je nach Wetterlage und Dauer der Runde ist es auch sinnvoll frisches Wasser mitzunehmen, wenn es sonst keine Möglichkeiten wie einen Bach etc. gibt. Für Notfälle solltest Du auch ein Handy einstecken, am besten hast Du hier die Nummer der TASSO-Notrufzentrale und die wichtigsten Daten zu Deinem Hund abgespeichert.

Smartphone aus und Augen auf!

Doch das Smartphone kann bei der Gassirunde auch ein Störfaktor sein. Beim gemeinsamen Spaziergang geht es darum, seinem Hund die Aufmerksamkeit zu geben, die er braucht. Doch immer wieder sieht das Bild eher anders aus: Anstatt auf seinen Vierbeiner zu achten, wird vermehrt auf das Smartphone gestarrt. Doch unsere tierischen Lieblinge merken das, wenn Frauchen oder Herrchen unaufmerksam sind. Dann suchen sie sich nämlich ihre Beschäftigung oder bekommen Flausen im Kopf, um die Aufmerksamkeit zu bekommen. Die Folge: Hundehalter bemerken Signale des Tieres nicht.

Schalte doch einfach mal einen Moment ab, atme durch und genieße die Zeit draußen mit Deinem tierisch besten Freund!

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