Tiere mit Handicap

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Tiere mit Handicap – Hund mit Rolli © Galgo Lovers a.s.b.l

Nur drei Beine, blind oder taub – auch Tiere können ein Handicap haben. Manche haben von Geburt an eine Behinderung, andere haben ihr Handicap bei einem Unfall oder einer Krankheit davongetragen.

Leider kommt es immer noch vor, dass Haustiere mit Handicap schnell aufgegeben werden und man ihnen kaum Chancen auf ein schönes Leben gibt. Sie werden in Tierheimen übersehen, lieblos entsorgt oder gar eingeschläfert. Doch auch diese „Notfellchen“ können eine lange und glückliche Zeit haben.

Wir wollen Euch Mut machen, auch diesen „speziellen“ Tieren eine Chance zu geben.

Tiere mit Handicap – Art der Behinderung

An erster Stelle steht immer: Die Lebensqualität muss erhalten bleiben und das Tier darf sich nicht quälen. Meist stellen sich die Fellnasen auf ihre körperliche Situation ein und denken nicht darüber nach, wie sie damit klarkommen sollen. Sie tun es einfach.

Häufige körperliche Handicaps bei Tieren können sein:

  • Amputation von Gliedmaßen
  • Geboren ohne Hinterbeine
  • Lähmung
  • Inkontinenz
  • Seh- und Hörverlust
  • u. v. m.

Fehlt beispielsweise ein Beinchen, brauchen die meisten Fellnasen keine extra Hilfestellungen. Sie stellen sich schnell auf ihre Situation ein und können wie auch andere Tiere klettern, spielen und laufen. Je nach Notwendigkeit können aber auch Hilfsmittel wie ein Rolli für Tiere Abhilfe schaffen.

Vor allem aber brauchen unsere tierischen Freunde Sicherheit, Geborgenheit und Einfühlungsvermögen. Wichtig ist es, auf ihre Zeichen und Körpersprache zu achten und zu versuchen, ihnen einen normalen Rhythmus im Alltag zu bieten.

Eher selten, aber möglich: Kleine Tiere wie Kaninchen oder Meerschweinchen mit Handicap. Auch sie können erblinden oder es fehlt ihnen ein Beinchen.

Mehr Mut zu Vierbeinern mit besonderen Bedürfnissen

Viele Menschen schrecken die Pflege, Kosten und der Aufwand ab, sich ein Tier mit Handicap ins Haus zu holen. Dabei haben gerade solche Tiere einen sehr starken Lebenswillen und jede Menge Lebensfreude. Sie lassen sich von ihrer Behinderung nicht aufhalten und sind unglaublich dankbar. Und welches Tier macht denn keinen Aufwand?

Wer sich überlegt ein Tier mit Handicap zu adoptieren, sollte sich auf jeden Fall Hilfe holen und sich vorab ausführlich beraten lassen. Vom Tierarzt des Vertrauens oder einer örtlichen Tierschutzorganisation.

Wichtige Punkte, die Ihr vorher abklären solltet:

  • Wohnsituation: Habe ich genug Platz und kann sich das Tier problemlos bewegen? Wenn zum Beispiel ein Rolli benötigt wird.
  • Finanzen: Kommen zu den normalen Kosten noch weitere spezielle Aufwendungen auf mich zu? Zum Beispiel regelmäßige Medikamente oder spezielle Inkontinenz-Höschen.
  • Zeit: Kann ich meine Zeit im Alltag so einteilen, dass ich ausreichend und zuverlässig für mein Tier da sein kann? Gibt es jemanden, der im Notfall auch einspringen kann?

Leider kann es auch vorkommen, dass das Tier aufgrund des Handicaps nur eine begrenzte Lebenszeit hat. Ist das der Fall, solltet Ihr Euch darauf einstellen und Euch beraten lassen, wann und wie Ihr am besten reagieren solltet.

Tierisch viel Liebe

Es hört sich zunächst nach viel Arbeit an, aber es lohnt sich, sich für diese Tiere einzusetzen. Ihr werdet Euren eigenen Rhythmus finden und die Zeit mit Euren tierischen Liebling einfach genießen. Und die Belohnung: Viel Liebe, Streicheleinheiten, Vertrauen und natürlich schöne und spaßige Momente.

In unserem Online-Tierheim shelta warten viele Handicap-Tiere auf eine neue Familie.

Habt Ihr ein Haustier mit Handicap? Erzählt uns doch von Euren Erfahrungen!

4 Gedanken zu “Tiere mit Handicap

  1. Wir haben unsere Hündin seit Anfang 2010, da war sie ca. 3 Monate (sie wurde ausgesetzt). Ab etwa 6 Monaten wurden ihre Augen immer schlechter (Grauer Star), mittlerweile ist sie fast ganz blind. Sie ist quitsch-fidel, läuft super ohne Leine und hat anderen Hunden gegenüber ein riesen Ego. Sie genießt ihr Leben, wobei sie natürlich wenn es dunkel ist, etwas schreckhafter ist.

  2. Seit 2012 habe ich
    eine Katze mit 3 Beinen. Sie hört auf den Namen “HOPE“ Das linke Vorderbein ist ihr im Alter von 6 Monaten bis an die Schulter abgenommen worden. Wenn sie langsam läuft sieht es aus wie ein Känguru. Aber wenn sie so richtig Gas gibt fällt es gar nicht auf. Und wie man mit nur 3 Beinen so rennen kann fasziniert mich immer wieder. Sie ist auf jeden Fall eine glückliche Mietze und ich würde es jederzeit wieder genau so machen. R.Zimmer

    • Hallo Rosi, das ist wirklich schön, dass Hope bei Dir ein Zuhause gefunden hat. Ja, die Fellnasen lassen sich von (fast) nichts aufhalten. Wir wünschen Euch alles Gute und weiterhin viel Spaß. LG, Dein shelta-Team

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