Ein Tag im Paradies: Kater Emil liebt sein Katzenleben

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Kater Emil führt ein sicheres und tolles Katzenleben. Seine Nachbarskatzen, die Streuner, leider nicht. Foto: © TASSO

Ach, so ein Katzenleben ist schon eine feine Sache. Heute habe ich meinen Menschen Jonas bis 4.37 Uhr schlafen lassen und mich danach kräftig kuscheln lassen. Anschließend habe ich mich dann doch noch dazu entschieden, mein zunächst verschmähtes Frühstück zu essen und dann habe ich meinen üblichen Rundgang im Revier absolviert. Mein Revier umfasst meinen Garten, die nach links und rechts angrenzenden Nachbargärten sowie den Trampelpfad zu den Häusern auf der anderen Seite. Leider sind mir auch heute diese frechen Schmetterlinge wieder entkommen, dafür habe ich aber meine Schwester Emma getroffen. Sie lebt praktischerweise direkt nebenan und wir sehen uns fast täglich, spielen und raufen miteinander und sonnen uns in den besten Ecken.

Nach so einem anstrengenden Vormittag musste ich natürlich erstmal zu Hause entspannen. Dank Katzenklappe habe ich jederzeit Zugang und nutze das natürlich. Bei meinem Rundgang durch das Haus habe ich überprüft, ob alles seine Ordnung hat. Auf dem Wäschestapel, den Jonas noch nicht in den Schrank geräumt hat, bin ich dann kurzerhand eingeschlafen. Kein Wunder, schließlich musste ich ja Energie für den Nachmittag tanken. Da stand nämlich einiges auf dem Programm. Zunächst musste ich mal wieder Jonas bespaßen, der im Büro am Schreibtisch saß und wieder so getan hat, als fände er es doof, dass ich mich auf die Tastatur lege. Ich hab es natürlich trotzdem geschafft, dass er lieber mit mir spielte und durch die Wohnung tobte. Danach konnte ich ihn dann wieder ruhigen Gewissens alleine lassen und draußen die Lage checken.

Schließlich musste ich die Reviergrenzen an der anderen Seite noch überprüfen. Dieser Rand des Reviers ist immer etwas kritisch. Auf der anderen Seite, auf einem unbebauten Grundstück, leben einige tierische Gesellen, die ihr Revier entschieden verteidigen. Ich schaue mir das nur aus der Ferne an, denn Kater Bandit und seine Truppe mögen keine Eindringlinge. Die Katzen dort sind sehr scheu, sie scheinen oft hungrig zu sein. Trotzdem werden es irgendwie immer mehr. Alle paar Monate tapsen kleine Katzenkinder über das Gelände. Vor Menschen haben die Katzen drüben aber Angst. Kein Wunder, denn offenbar haben sie noch nicht erkannt, wie praktisch Menschen sein können. Schade eigentlich, denn ihnen entgeht wirklich ein tolles Leben.

 

Wenn ich mir die anderen so ansehe, habe ich es wirklich gut. Ja, das Futter könnte besser sein und diese regelmäßigen Ausflüge in die gefliesten Räume von diesem Tierarzt, der mich hin und wieder piekst, könnten sich meine Menschen echt sparen, aber angeblich ist das notwendig, damit es mir gut geht. Irgendwas haben die vor einigen Jahren auch mal mit mir gemacht. Da habe ich lange geschlafen und anschließend war irgendwas anders. Aber das ist sooo lange her, daran kann ich mich kaum erinnern. Seitdem darf ich aber auch raus und meine Freiheit im Garten genießen. Muss also wohl was Wichtiges gewesen sein. Mir soll es recht sein, wenn das der Preis für meine Freiheit und mein Glück ist, zahle ich ihn gerne. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie toll so ein Katzenleben ist. Ich schlafe, kriege Futter, Streicheleinheiten und Spielrunden, wann immer ich will und wenn ich draußen doch mal vor etwas Angst habe, verschwinde ich in Windeseile durch die Katzenklappe ins sichere Haus. Ich wünschte, alle Katzen könnten dieses Leben führen. Damit das möglich wird, sind die Menschen gefragt. Sie müssen sich um uns Tiere kümmern. Wenn ihr mehr dazu wissen wollt, lest doch mal hier nach: Kastration von Katzen

Ich muss jetzt erstmal eine Runde dösen und Pläne schmieden, wie ich diese frechen Schmetterlinge doch noch erwischen kann.

Euer Emil

27 Gedanken zu “Ein Tag im Paradies: Kater Emil liebt sein Katzenleben

  1. Wir mussten nach 18 gemeinsamen Jahren unseren Kater Giorgio nach einem Schlaganfall einschläfern lassen, seitdem trauern wir. Wenn ich morgens in die Küche komme, geht der erste Blick zu der Stelle, wo seine Futterstation war, oft schauen wir an seinen Lieblingsplätzen nach, aber da ist kein Giorgi mehr. Irgendwann werden wir sicher wieder einen Nachfolger/in aus dem Tierheim holen, aber es braucht noch ein wenig…

    • Hallo Barbara, es tut uns sehr leid. Es ist immer schwer, seinen tierischen Freund gehen zu lassen. Aber sie bleiben für immer in unserem Herzen. Wir wünschen Dir alles Liebe, Dein shelta-Team

  2. So kennt man das…;-) Unsere Katzen kennen meinen Wecker. 2x Schlummertaste lassen sie mir durchgehen, aber dann wird massiv geweckt, getretelt und gescheckt…an weiteren Schlaf oder dösen ist da nicht mehr zu denken.
    Ich nenen sie meine biologischen Wecker. Es sind übrigens 8 an der Zahl,denn irgendwie landen immer wieder Streuner bei uns im Garten die dann auch bleiben. Der einzige Preis den sie zahlen müssen für Kost, Logis und Zuneigung ost die Kastration…;-)

  3. Es sind alles sehr schöne Geschichten zu Katzen und Katern!
    Wir haben auch 3 Kater, kastriert und mit Freigang und Katzenklappe. Alles was so beschrieben wurde erleben wir
    jeden Tag.
    Erleben und genießen, wir können uns ein Leben ohne Kater nicht vorstellen….

  4. Ein Leben ohne Katzen ist möglich – aber völlig sinnlos. So ein „sinnloses“ Leben führe ich zurzeit, nachdem ich vor vier Wochen und nach über vierzig Katzenjahren unseren letzten Kater Whisky in unserem Garten beerdigt habe. Ich vermisse die Nächte, die ich mir um die Ohren geschlagen habe, bis das letzt Tier zuhause war. Ich vermisse das Kratzen an der Fensterscheibe und an der Tür. Ich vermisse die Begrüßungen, beim nach Hause kommen, die vorwurfsvollen Blicke, wenn mal nicht DAS Futter serviert wurde, auf welches Katze gerade Lust hatte. Wenn wieder eine Samtpfote vor meiner Türe stehen und ein Zuhause suchen sollte, werde ich die Tür offen lassen….. mal abwarten, wie lange es diesmal dauert. Bekanntlich suchen sich die Katzen ihre Menschen ohnehin selber aus. Das hat all die Jahre gut funktioniert.

    • Liebe Elisabeth Michel, statt zu warten könnten Sie auch in ein Tierheim gehen, im shelter bei Tasso gucken oder evtl. einen Verein kontaktieren, der Katzen aus dem Ausland rettet. Die können doch gar nicht bei Ihnen vorbeikommen! Es gibt sooo viele, die Sie glücklich machen können. Ich hoffe, bald haben sie wieder eine! Best Grüße Ingrid Noto

  5. Meine beiden, Grimmel und Maya leben so wie Kater Emil, nur, dass sie uns freundlicherweise ausschlafen lassen. Maya muss allerdings nachts mal „Stichkontrolle“ machen, ob Frauchen ok ist. Dann gibt es bei unserem Frühstück 1 Scheibe gekochten Schinken, geteilt mit dem Hund natürlich. Vergessen wir das, wird natürlich „erinnert“. Die Katzenklappe ermöglicht die Streifzüge in den Garten, dann ist Kinotime wie Schmetterling,Fliegen und ab und an ein Mäuschen. Ist man davon müde, wird gesonnt oder im Haus entspannt . Werden nach dem Verlust unseres 19jährigem Flöckchen demnächst wieder eine dritte aus dem Tierheim holen.

    • Ja meinem Findus geht es genauso gut wie Emil, nur das er Abends um 22 Uhr auf Streifzug geht und Morgens halb 5 wieder da ist u wenn die Dosenöffner noch schlafen wird so lange vor dem Schlafzimmerfenster gejault bis es geöffnet wird machen die ja sowieso und dann wird ausgiebig gefrühstückt und gekuschelt

  6. Klein Fritzchen, ja, der kann es genauso gut wie Emil. Darin sind sie Meister, die Schnurrer. Und immer wieder stehen wir schlaftrunken auf, füttern sie, weil ihr Hunger sooo groß ist.
    Dafür lieben wir sie.
    Wir sollten bereit sein, wenn sie uns auswählen!

  7. Wie sich die Erlebnisse mit unseren Stubentigern gleichen.
    Meine Frau wird jeden morgen geweckt.
    Reagiert sie nicht auf das miauen oder anstubsen legt sich unser Leroy wieder in mein Bett, ich bin Berufskraftfahrer, und schläft noch eine Runde.
    Schöne Kommentare hier zu lesen.
    Ein Leroy der sich seinen Katzenvater ausgesucht hat.
    Die Frau ist aber die Bezugspersonen.

  8. Da scheint noch eine ganze Menge Verwandschaft unterwegs zu sein, den unser Kater Jimmy – der sieht dann auch noch aus wie Emil – . Er hat dann noch einen Quasi-Bruder, der zwar nicht dieselbe Vorgehensweise pflegt, dafür aber die Schleck-erwache-Technik beherrscht – die Herrschaften wechseln sich ab. Mangels Katzenklappe ist dann nach dem Rundgang ein Terrassengeländer-konzert angesagt, das den Futterautomaten endgültig aus den Federn wirft. – Erziehung (wer/wen) ist eben alles.

  9. Wir haben vor einem Jahr Kater Louis über die Tierfreunde Dieburg übernommen. Er musste sein Leben auch auf der Strasse fristen. Gott sei dank wurde er von lieben Menschen mit anderen wild lebenden Katzen an einer Futterstelle versorgt. Wir sind sehr dankbar, dieses anhängliche, liebe Tier zu haben. Er ist schon fast wie ein Hund, wenn man ihn ruft kommt er angerannt und will gleich schmusen und auf dem Schoss liegen. Es hat fast ein Jahr gedauert, bis er zu uns Vertrauen gefasst hat, aber diese lange Zeit war es Wert ihm zu geben. Er ist der vierte Kater aus dem Tierschutz, ich habe bewusst auch immer ältere Katzen genommen und habe nur gute Erfahrungen gemacht. Ich möchte jedem Mut machen dem Anschein nach schwierige Katzen zu nehmen. Die Dankbarkeit und Anhänglichkeit die man zurückbekommt ist unglaublich

  10. Hallo, Emil scheint der Zwillingsbruder von meiner Katze, Luna., zu sein.Genauso wie sie hat er diesen schwarzen Fleck unter dem Kinn und liebt den Freigang Dank ihrer Katzenklappe.

  11. Wir haben vor fünf Jahren unseren Kater Dobby aus dem Tierheim bekommen. Damit unsere alte Katze Mimi etwas entlastet ist und er Spielgesellen hat, haben wir Wochenspäter noch 2 „schwer vermittelbare Kätzinnen Freya und Fiona aus dem selben Tierheim erhalten. Diese haben sich nach kurzer Zeit auch gut eingelebt und ihr neues zuhause angenommen. Alle Katzen sind Freigänger (Katzenklappen) und selbstverständlich sind alle kastriert. Die Katzen vertragen sich super gut miteinander. Leider besteht der Wohlfühlabstand zu unserer Freya seit Jahren 10cm! Aber dennoch sind wir froh, dass wir die beiden schwer vermittelbare Kätzinnen bekommen haben, gemeinsam mit Kater erfreuen, bespaßen sie uns jeden Tag aufs Neue.

    • Unsere beiden Katzen sind zwar keine Kater,sondern Mutter und Tochter, aber auch aus dem Tierheim, in dem sie 1 Jahr lang lebten weil sie sehr scheu waren mit schlechten Erfahrungen von den Vorbesitzern.
      Was soll ich sagen, sie sind bei uns aufgeblüht..richtige Schmusebollen geworden. Freigänger leider nicht, weil Muttermiezi unter epileptischen Anfällen leidet, wenn sie keine Tabletten bekommt.
      Wir würden diese beiden schwarzen „Teufel“ definitiv wieder zu uns holen. Die Dankbarkeit der beiden…UNBEZAHLBAR!!!

  12. ich finde die Geschichte spannend, könnte sich auch bei uns zu getragen haben.
    Auch ich habe einen Katerhaushalt. Meine drei Kater machen genau das Gleiche , fressen schlafen und nachts raus.
    Sie sind natürlich kastriert.

  13. eine sehr süße geschichte,das morgendliche wecken kenne ich sehr gut.. meine katzen leben ähnlich wie emil. ich finde es wichtig,das katzen kastriert werden.leider kenne ich immer noch menschen, die kastrastionen bei katzen und auch bei hunden ablehnen.
    vieleicht helfen solche wundervollen geschichten menschen zum umdenken zu bringen.

  14. Einnfach herrlich, kônnte unser sehr verwôhnter Kater “ Eddy“ sein,der genau weiß was er uns sagen will und wir es verstehen!!!!
    Ich warte jetzt , so ca 22h30 erscheint er mit Ankûndung“ miau“ und steht/ geht vor der Kûchentûr/ Kûhlschrank, denn da sind die selbsgemachten Leckerlies drin( Thunfisch Kekse). Wir lieben ihn und er uns.
    Das Schônste ist, wenn mit ihm jemand in seinem großes Revier ( Hof und Garten), ist.Da werden uns dann sàmtliche Kletterkûnste und unsere gemeindamen Versteckspiele gezeigt.
    Eddy ist da und verlangt sein Leckerlie, goldig.
    Erwàhnen will ich noch, das ich schon zwei rothaarige“ Streuner “ gerettet“ habe und vermittelt werden konnten,.
    Eddy duldete keine Konkurenz im Haus und Garten, gab nur Probleme. Gott sei Dank, fanden sich schweren Herzens Katzenliebhaber und allen geht es gut, sind Prinzessinen und Prinzen.

  15. Was für ein authentisches Statement von Herrn Kater Emil!!!
    Mein Percy ist ein Stubentiger, benimmt sich genauso und wenn ich ein Auge drauf habe kommt er mit nach draußen 😉
    Hatte ihn auch mal an der Leine mit Hundie mit im Feld zum Gassiegang.
    Mein Ex hat ihn mitgebracht und hier gelassen. Der hat echt ne neue Katze + Hund, dreht sich mir der Magen um.
    Emil, geniesse Dein Leben!!!

  16. Ja, so schön sollte es jedes Tier haben können. Und ich finde es ganz wichtig, dass die Kastration Pflicht wird, um Tierleid zu ersparen. Sollte jemand das Geld nicht haben müsste eben der Tierschutz vielleicht mit ein springen und Spendenaufrufe machen. Es ist doch alles möglich heute. Ganz wichtig ist die Halter darüber zu informieren, wie wichtig so eine Kastration ist. Es muss alle erreichen, durch die Medien, Zeitungen. Immer in gewissen Abständen. Und es muss wie gesagt Pflicht werden. Dann gibt es auch weniger Leid. Das wäre toll. Sonst geht es uns bald so wie im Ausland. Dort wird auch viel getan in Sachen Kastration. Mehr Information und nicht nur einmal !!!

  17. Dieser Kommentar ist fasst identisch mit unserer
    Katze, die wir vor 5 Jahren aus dem Tierheim geholt haben.
    Er (Henry) war vom ersten Tag an der Herr im Hause und fühlt sich Katzen-Pudel-Wohl. Er hat zwar auch eine Katzenklappe aber es ist doch viel besser wenn Frauchen oder Herrchen die Tür öffnet, da muss ich doch nicht durch so eine kleine Klappe krabbeln.

  18. Es ist unglaublich, wie Emil dien Tagesablauf schildert. Ich selber habe eine Katze Lisa aus dem Tierheim, Freigängerin, ist natürlich kastriert und geschipt.
    Sie hat daas gleiche Leben wie Emil, nur das ich bis 6.30 schlafen darf!!!
    Aber der selbe Ablauf: Meschen bespassen, fressen (aber nur Kitekat und Sheba) und das Umfeld inspizieren, schlafen

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