Heuschnupfen bei Haustieren

Heuschnupfen bei Haustieren_Hund im Gras(c) Kristin Frey

Wenn die Sonne so richtig strahlt und Bäume und Pflanzen aufblühen, dann ist der Frühling da! Doch für viele Menschen ist das die Zeit des Niesens und der tränenden Augen, denn dann fängt die lästige Heuschnupfenzeit auch. Doch auch unsere Haustiere können an Heuschnupfen leiden. Die Symptome einer Pollenallergie bei Hund und Katze sind etwas anders als bei Zweibeinern, und man spricht bei Haustieren dann von einer Atopie, bei der eine allergische Reaktion auf Stoffe aus der Umwelt auftritt.

Wie sich eine Atopie bei Haustieren äußert und was mögliche Symptome sind, wir haben die für TASSO tätige Tierärztin Dr. Bettina Schmidt gefragt.

Woran merke ich, dass mein Haustier Heuschnupfen hat?

Eher selten haben Haustiere mit den typischen Symptomen wie Niesreiz und tränenden Augen zu tun. Bei ihnen kommt viel häufiger (starker) Juckreiz vor, der zu Beginn meist ohne Hautveränderungen auftritt. Vor allem bei Tieren mit dichtem Fellkleid, bleibt das oft lange unbemerkt.

Die allergieauslösenden Stoffe (Allergene) dringen durch die Poren in der Haut ein und verursachen diesen schrecklichen Juckreiz. Euer tierischer Liebling versucht diesen durch Kratzen, Lecken, Knabbern oder Schubbern zu lindern. Zumindest an den Stellen, an die Hund und Katze drankommen. Aber auch durch das Reiben an Möbeln oder dem Bein des Menschen versuchen sie, sich Erleichterung zu verschaffen.

Wie äußert sich Heuschnupfen bei Hund und Katze sonst noch?

  • Die Haut reagiert mit Rötungen und Pusteln.
  • Die geschwächte Haut kann sich leichter mit Bakterien und Hefepilz infizieren und das kann zu starken Hautentzündungen führen.
  • Am häufigsten sind folgende Stellen betroffen: Gesicht, Ohren, Innenseite Bein, Leisten und Zwischenzehbereiche.

Falls einige Symptome auf Euer Tier zutreffen und diese vorwiegend im April, Mai sowie September und Oktober auftreten, schaut Euch doch mal genauer die Haut an und sprecht Euren Tierarzt des Vertrauens an. Er kann dann verschiedene Untersuchungen durchführen und eine entsprechende Diagnose stellen. Denn eine Pollenallergie kann gut behandelt werden, sodass Symptome entsprechend gelindert werden oder gar die Ursache bekämpft wird.

sheltatipp: Diese ziemlich juckende Zeit könnt Ihr Eurem Vierbeiner erleichtern, in dem zum Beispiel die Spaziergänge in der Zeit, in der Flug der allergieauslösenden Pollen stark ist, nicht allzu lang ausfallen. Auch Decken, Kissen, Körbchen etc., die von Eurem felligen Freund viel benutzt werden, solltet ihr nun regelmäßig waschen.

Und wenn es ganz heiß wird, haben wir noch ein paar Tipps gegen die Sommerhitze vorbereitet: Hund und Katze bei Hitze – Tipps für einen kühlen und sicheren Sommer

?? Wie reagiert Euer Vierbeiner in der Pollenzeit? Ist er auch von „Heuschnupfen“ betroffen?

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