Wenn Kaninchen und Meerschweinchen alt werden – Tipps für Kleintiere

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Wenn Kleintiere alt werden, sollten Halter besonders achtgeben. Foto: Pezibear/Onkel Ramirez, Pixabay

Beim Älterwerden kommt man um Alterserscheinungen oft nicht drum herum. So geht es auch kleinen Tieren wie Meerschweinchen oder Kaninchen. Werden Kleintiere älter, sollten Halter daher bei der Haltung einige Anpassungen vornehmen, um ihren kleinen felligen Freunden den Alltag etwas zu erleichtern.

Vor allem auf die Gesundheit und Ernährung sollte bei älteren Kleintieren geachtet werden. Denn Kaninchen zum Beispiel können es ziemlich gut und lange verstecken, wenn es ihnen nicht gut geht.

Ab wann gelten Kleintiere als alt?

Meerschweinchen werden durchschnittlich 6 bis 8 Jahre alt und gelten je nach Veranlagung etwa ab bereits 5 Jahren als Senior. Natürlich gibt es auch Ausnahmen, zum Beispiel können einige der kleinen Vierbeiner auch 10 oder sogar 15 Jahre alt werden. Kaninchen werden in der Regel ein paar Jahre älter, durchschnittlich 8 bis 10 Jahre und werden mit etwa 6 Jahren als Senior bezeichnet.

Welche Alterserscheinungen haben Kleintiere?

Wie und wann sich das Älterwerden bei Kleintieren zeigt, hängt vom individuellen Gesundheitszustand, der Haltung und Veranlagung ab. Manche Kleintiere leiden an mehreren Wehwehchen, andere sind bis ins hohe Tieralter fit. Welche Alterserscheinungen bei Kaninchen und Meerschweinchen auftreten können, das haben wir für Euch mal zusammengefasst:

Alterserscheinungen und Tipps für ältere Kaninchen

Kaninchen sind sensible Tiere und anfällig für Krankheiten, die sie eine lange Zeit und gut verbergen können. Daher sollten Kaninchenhalter das Allgemeinbefinden ihrer kleinen Lieblinge beobachten, verstärkt auf Krankheitszeichen achten und in jedem Fall rechtzeitig zum Tierarzt gehen.

Mögliche Alterserscheinungen können unter anderem sein:

  • Weniger Bewegungsdrang: Wenn das Kaninchen nicht mehr so aktiv ist, sollte das Futter unbedingt angepasst werden. Zuviel Futter führt schnell zu Übergewicht.
  • Körper- beziehungsweise Fellpflege wird vernachlässigt: Sollte das Kaninchen nicht mehr intensiv sein Fell pflegen, können Halter ruhig nachhelfen und ihnen die abgestorbenen Haare vorsichtig rauskämmen.
  • Die Tiere werden ruhiger und ziehen sich mehr zurück.
  • Verdauungsprobleme können auftreten: Das kann unter anderem der Fall sein, wenn Kaninchen aufgrund von Zahnproblemen (wenn die Zähne beispielsweise auf natürliche Weise nicht mehr abgenutzt werden) nicht mehr richtig fressen können.
  • Gewicht schwankt: Sollte das Tier stark zu- oder abnehmen, sollte die Ursache unbedingt beim Tierarzt geklärt werden.

Kaninchen sind Gewohnheitstiere und können stark auf Veränderungen und Stress reagieren. Daher sollten im Alter keine zu großen Veränderungen im Gehege stattfinden. Die kleinen Hoppler werden sich aber über zusätzliche und weiche Rückzugsmöglichkeiten freuen. Um ihnen den Alltag zu erleichtern, sollte der Zugang zum Futter und Wasser erleichtert werden. Damit die Tiere auch jede Ebene problemlos erreichen können, ohne zu hohe Sprünge zu machen, können zum Beispiel Rampen oder Leitern angebracht werden.

Egal wie alt Kaninchen sind, sie brauchen immer einen Partner an ihrer Seite. Sie geben sich gegenseitig Schutz und Sicherheit. Das reduziert Stress. Lebt das Senior-Kaninchen in einer größeren Gruppe mit jungen Tieren? Dann kann es sinnvoll sein, den Senior zum Beispiel zum Füttern aus der Gruppe herauszunehmen.

 

Alterserscheinungen und Tipps für ältere Meerschweinchen

Auch bei Meerschweinchen treten im Alter typische Alterserscheinungen auf. Dazu zählen unter anderem:

  • Gewichtsverlust: Meerlis können im Alter Gewicht verlieren. Man geht davon aus, dass die kleinen Tiere die Nährstoffe der Nahrung nicht mehr so gut aufnehmen. Sollte das der Fall sein, sollten Meerschweinchenhalter darauf achten, dass das Tier gut frisst und der Kot gesund aussieht. Ansonsten sollte der Tierarzt aufgesucht werden.
  • Leistung und Sehkraft kann schlechter werden.
  • Geschmack- sowie Geruchssinn können im Alter nachlassen.
  • Die Kleintiere schlafen vermehrt und sind weniger aktiv. Aufgrund von zu wenig Bewegung, können die Tiere auch zunehmen und Übergewicht bekommen. Halter sollten unbedingt ein Auge darauf haben.
  • Sie können krankheitsanfälliger werden.
  • Gewohntes Futter kann plötzlich nicht mehr richtig verdaut werden.
  • Das Fell kann lichter und schuppig werden.

Da bei Meerschweinchen die Gesundheit unter anderem auch vom Futter abhängt, sollte stets frisches Heu und Grünzeug auf dem Speiseplan stehen. Werden die Meerschweinchen älter, ist es gut, wenn keine großen Veränderungen im Gehege stattfinden. Zu hohe Plätze sollten zugänglich gemacht werden, damit die kleinen Tiere problemlos hinkommen. Zum Beispiel ebenfalls mit Rampen und passenden Leitern. Zudem können Meerschweinchen sehr auf Zugluft und zu hohe Temperaturschwankungen reagieren. Davon können sie Infekte, Erkältungen oder eine Bindehautentzündung bekommen. Im Alter wird das schnell gefährlich.

Meerschweinchen dürfen niemals alleine gehalten werden. Stirbt ein Meerschweinchenpartner, dann sollte auch beim Senior-Meerschweinchen unbedingt ein neuer Kumpel einziehen. Auch bei shelta warten Kleintiere auf ihr neues Zuhause.

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